Der Einkaufsbummel durch die Fußgängerzone ist ein Genuss – solange man nicht auf den Boden sieht. Das Übel: Graue Flecken soweit das Auge reicht!
ASCHAFFENBURG. Ausgespuckte und zertretene Kaugummis! Bis zu 15 der klebrigen Tretminen haben die Reporter der StadtZeitung auf einem Quadratmeter Fußgängerzone gezählt! Jetzt geht es den hässlichen Flecken an den Kragen!
Experten sagen Kaugummis Kampf an
Jedes Jahr nach dem Aschaffenburger Stadtfest reinigt eine Spezialfirma die Fußgängerzone von Grund auf. Von morgens um 6 Uhr bis abends um 22 Uhr kämpfen die Experten gegen platt getretene „Atem-Erfrischer“. Ein Kaugummi, den hunderte Füße festgetreten haben, lässt sich nicht ohne weiteres vom Boden entfernen. Dafür braucht es schon den Dampfstrahler mit 100 Grad heißem Wasser und 200 Bar Druck. Aber dort, wo vorher die Kaugummis geklebt haben, bleiben dann graue Flecken. „Diese Schattierungen verblassen mit der Zeit durch die UV-Einstrahlung“, weiß Stefan Völker vom Sachgebiet Straßenunterhalt Aschaffenburg.
40 Euro Bußgeld für „Ausspucker“
Stück für Stück erstrahlt die Herstallgasse wieder im sauberen Glanz, aber nur so lange, bis der nächste Kaugummi-Kauer seine klebrige Masse achtlos auf den Boden spuckt, statt sie in den Mülleimer zu werfen. Doch das wird besser, verspricht Völker: „Wenn man kontinuierlich dranbleibt wird es immer weniger, wo früher 60 Kaugummis pro Quadratmeter klebten sind heute nur noch ein Zehntel.“ Um die Klebe-Epidemie außerdem einzudämmen, bestraft die Stadt alle „Ausspucker“ mit 40 Euro Bußgeld – dafür bekommen Sie übrigens 66 Päckchen Kaugummi.







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