In Aschaffenburg wird am Vormittag die historische Datenbank "Juden in Unterfranken" der Öffentlichkeit übergeben.
ASCHAFFENBURG. Entwickelt wurde diese Datenbank vom Förderkreis Haus Wolfsthalplatz und der Stadt Aschaffenburg. Die Datenbank dokumentiert jüdische Friedhöfe am Untermain und kombiniert sie mit einem biografischen Handbuch. Ab heute können so Fotos, Lebensdaten oder Angaben zu Auswanderung und Deportation im Internet abgerufen werden.
Digitales Gedächtnis
Laut Dr. Josef Pechtl, Vorsitzender des Förderkreises Haus Wolfsthalplatz soll damit ein "öffentliches und digitiales Gedächtnis" geschaffen werden: "Es sind dort Informationen zu den jüdischen Friedhöfen und zu den Menschen, die hier einst lebten und wirkten, zusammengetragen und miteinander kombiniert. Sie werden nun ins Internet gestellt und sind dann für alle, die sich dafür interessieren, für Angehörige in aller Welt, für Historiker und solche, die einfach nur Interesse an ihrer Heimat haben, frei zugänglich - dazu die herzliche Einladung."
Verein engagiert sich seit 25 Jahren
Der Verein "Förderkreis Haus Wolfsthalplatz" wurde 1985 gegründet und feiert im nächsten Jahr sein 25-jähriges Bestehen. Seit 1995 organisiert der Verein jährlich die Gedenkfeiern zur Pogromnacht auf dem Wolfsthalplatz, seit 1999 finden unter seiner Regie jährlich Lehrerfortbildungen zu Themen wie Judentum, Verfolgung, NS-System, Zwangsarbeit oder Gedenkkultur statt. Für seine Arbeit bekam der Verein den Kulturpreis 2010 der Stadt Aschaffenburg verliehen.







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