Rosemarie Koch aus Elsenfeld bekämpft die Not in Simbabwe.
ELSENFELD. Russland, Afrika, Südamerika, Jugoslawien, Afghanistan - in zahlreichen Ländern der Welt herrschen Not und Elend. Viele Leute in der so genannten Ersten Welt beschränken sich darauf, ab und an ein paar Euro in eine Spendendose zu stecken. Anders Rosemarie Koch aus Elsenfeld. Zusammen mit ihrem Verein „Nächstenliebe Elsenfeld“ organisiert sie Transporte von Lebensmitteln, Kleidung, Medikamenten und Schreibwaren überall dorthin, wo sie am dringendsten gebraucht werden.
Schon in ihrer Kindheit verspürte die heute 63-Jährige den starken Wunsch, anderen zu helfen. „Drei Cousinen meiner Mutter waren Missionsschwestern in Simbabwe, ihre Berichte haben mich sehr beeindruckt“, erinnert sich die Elsenfelderin. Als Erwachsene unterstützte Rosemarie Koch sie, schickte bis zu deren Tod vor sechs Jahren immer wieder Päckchen nach Afrika. „Als ich vor wenigen Jahren Bilder der großen Hungersnot in den Nachrichten sah, brachte mich das zu dem Schluss, dass einzelne Päckchen an ein Kloster nicht ausreichen, es muss mehr getan werden!“, so Koch.
Tausende Tütensuppen gegen den Hunger
Um die Hungersnot in Simbabwe wenigstens ein klein wenig zu lindern, sammelte die Kauffrau Tütensuppen in ihrem Laden. Schnell kamen tausende Tüten zusammen, die sie nach Afrika sandte. Im Laufe der Jahre schickte der Engel aus Elsenfeld auch Kleidung, Lebensmittel und Geld an Not leidende Menschen. „Das schwierigste dabei ist der Transport“, erklärt Koch. „Wenn wir einen LKW oder Container beladen, müssen wir jeden Millimeter ausfüllen. Ein Flug mit Hilfsgütern kostet 6.000 Euro, eine Schiffsfracht 4.000. Deshalb sind wir auf Geldspenden angewiesen und sehr dankbar.“
Hilfe auf der ganzen Welt
Nicht nur in Simbabwe, sondern überall auf der Welt hilft Koch. Regelmäßig gehen Geld- und Kleiderspenden nach Sao Paulo, wo sie in Kontakt mit Pater Roberto, einem gebürtigen Pflaumheimer, steht. Für ein schwerkrankes Mädchen in Afghanistan hat Koch ein Krankenbett organisiert, einer Frau mit sechs Kindern wurde die Brustkrebs-Operation bezahlt, einem Mann in einem Flüchtlingslager in Bosnien-Herzegowina die Nierenstein-OP. Diese Hilfseinsätze in allen Herren Länder sind nur möglich, weil Firmen am Bayerischen Untermain, Kindergärten und Ehrenamtliche Rosemarie Koch unterstützen.
Weitere Infos zum Verein „Nächstenliebe Elsenfeld“ sowie ein Spendenkonto finden Sie im Internet unter www.naechstenliebe-elsenfeld.de.
Fotos (für Großansicht bitte oben auf die Bilder klicken):
- Mit Schulheften und Stiften unterstützt der Verein „Nächstenliebe Elsenfeld“ die Schulen in Simbabwe.
- In dem von Hunger geprägten Land können die Hilfslieferungen von Rosemarie Koch Leben retten.



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