Werner Becker aus Erlenbach-Mechenhard kümmert sich um verletzte Greifvögel. Vor 45 Jahren fing alles an - mit einem verletzten Bussard.
ERLENBACH-MECHENHARD. Der sonst so starke und Respekt einflößende Vogel kam schwach und gebrechlich zu Falkner Werner Becker aus Mechenhard. Seitdem peppelt er auf seinem Falkenhof die Herrscher der Lüfte auf, um sie wieder gesund und munter in die Freiheit zu entlassen. Das Schlimmste, was der Falkner bisher behandeln musste, waren Flügelbrüche und innere Verletzungen. "Manchmal sind die Tiere schon ein bis zwei Jahre bei mir und können dann erst weiterfliegen."
Nachwuchs auf dem Falkenhof
Sein ganzer Stolz sind neben dem zwei Wochen alten Turmfalkenmädchen Marie die beiden Uhu-Babies Paula und Paul. "Ich hatte eine Uhufamilie, letztes Jahr kam noch ein Uhu hinzu. Ich dachte, da kann nichts passieren, weil er noch so jung war und eigentlich nicht geschlechtsreif. Und dann passierte es, die Eier waren da, jetzt habe ich die beiden Kleinen bei mir und hier bleiben sie auch." Mit den beiden Uhus geht er oft in die Öffentlichkeit und will Vorurteile gegen Greifvögel abbauen. Jetzt bringen sogar Jäger die Tiere zu mir. "Früher hieß es: 'Schlag ihn tot, der holt uns die letzten Hasen’, aber jetzt sind die Jäger froh, wenn ich sie wieder gesund im Revier aussetze."
Buch geschrieben
Der Falkner besucht mit Paul und Paula Schulen und Kindergärten. Manche Kinder kommen auch zum Falkenhof, dürfen die Tiere auf die Hand nehmen und streicheln. Über seine vielen Erlebnisse mit den tierischen Freunden hat Werner Becker ein Buch geschrieben - die "Geschichten vom Falkenhof".



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