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Robert-Schumann-Philharmonie Chemnitz - Konzert

vor 3 Monaten in Konzerte

Klassisch beginnen die beiden Konzerthälften: Die erste mit Mozarts Sinfonie KV 201, dem Gipfelwerk seiner Salzburger Zeit, die zweite mit Haydns geistreich-witziger Sinfonie Nr. 35.

Dann das Kontrastprogramm – im ersten Teil mit einem Klarinettenkonzert, das Aaron Copland 1948 für den berühmten Jazzklarinettisten Benny Goodman schrieb. Eine Solokadenz verbindet den stimmungsvollen ersten Satz mit dem jazzigen zweiten, den Charleston- und Boogie-Woogie-Rhythmen und eine brasilianische Volksmelodie prägen. Die belgische Klarinettistin Annelien Van Wauwe, 2020 als „Nachwuchskünstlerin des Jahres“ mit dem OPUS Klassik ausgezeichnet, übernimmt den Solopart.

Der zweite Teil bietet „wilde, ungepflegte Demokratengeräusche, die kein vornehmer Mensch mit Musik verwechseln kann.“ Dieses belustigende Fehlurteil traf 1907 Arnold Schönbergs Kammersinfonie Nr. 1, die in Wahrheit das Werk eines „konservativen Revolutionärs“ war: Vier Sinfonie-Sätze sind hier in einem einzigen komprimiert, spätromantische Klangmassen durch 15 Solisten ersetzt, harmonische Bindungen aufs Äußerste geweitet. Schönberg selbst nannte sein op. 9 den „Höhepunkt meiner ersten Stilperiode“.