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Konzert der Stuttgarter Philharmoniker

vor 4 Monaten in Konzerte

Ob wohl wirklich Ausländer die beste spanische Musik schufen, wie Manuel de Falla einmal scherzhaft anmerkte? Die Stuttgarter Philharmoniker machen die Probe aufs Exempel. Zuerst mit den Sketches of Spain, die der US-amerikanische Jazztrompeter Miles Davis 1959/60 einspielte.

In dem Album verarbeitete er gemeinsam mit dem kanadischen Arrangeur Gil Evans den berühmten Mittelsatz aus Joaquín Rodrigos Concierto de Aranjuez und Material aus de Fallas Ballett El amor brujo, doch auch spanisch inspirierte Eigenkompositionen von Evans sind zu hören. Der Österreicher Thomas Gansch, auch bekannt als Leiter des Blechbläserensembles Mnozil Brass, übernimmt Davis‘ Solopart.

Danach eine spanisch-französisch-russische Koproduktion: Georges Bizet ließ sich zu seiner Carmen, der vermutlich erfolgreichsten Oper des gesamten Repertoires, durch spanische Volksmusik anregen. Und Rodion Schtschedrin erfüllte mit der Bearbeitung des Werks seiner Ehefrau einen Herzenswunsch: Als Primaballerina am Moskauer Bolschoi-Theater träumte Maja Plissezkaja davon, einmal die Carmen als Tänzerin darzustellen. Mit seiner Vorlage ging Schtschedrin sehr kreativ um: Neben Streicherklängen setzte er nicht weniger als 47 Schlaginstrumente ein.