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Aschaffenburg erhält Förderung für 12 Elektro-Busse

20.07.2022, 12:33 Uhr in Lokales
200722 AB Foerderbescheid Ebusse

ASCHAFFENBURG. Das Bundesministerium für Digitales und Verkehr (BMDV) unterstützt „im Rahmen der Richtlinie zur Förderung alternativer Antriebe von Bussen im Personenverkehr“ Verkehrsunternehmen bei der Anschaffung dieser Busse.

Auch Oberbürgermeister Jürgen Herzing und Stadtwerke-Chef Dieter Gerlach konnten jetzt eine Förderzusage in Höhe von 3,648 Millionen Euro für die Beschaffung von zwölf Elektrobussen mit Brennstoffzellenantrieb für die
Aschaffenburger Verkehrsbetriebe von der Parlamentarischen Staatssekretärin Daniela Kluckert im BMDV entgegennehmen.

Die Stadtwerke planen die neuen Busse in den nächsten drei Jahren anzuschaffen, um die Busse mit herkömmlichem Dieselantrieb zu ersetzen. Mit den zwölf neuen wasserstoffbetriebenen Bussen fährt dann bereits ein Viertel der gesamten Stadtbusflotte emissionsfrei durch Aschaffenburg. Die Kosten für einen Solobus von zwölf Meter Länge belaufen sich auf rund 650.000 Euro.

Die Förderung des BMDV ist Bestandteil des Klimaschutzprogramms 2030 der Bundesregierung zur Umsetzung des Klimaschutzplans 2050 und des Zukunftspakets des Konjunkturpakets der Bundesregierung.

Die H2-Strategie der Stadtwerke
Die Stadtwerke arbeiten konsequent und mit Hochdruck an ihrer Wasserstoff-Strategie. So soll die kommunale Mobilität, ob im ÖPNV oder bei Müllfahrzeugen, so weit wie möglich auf Wasserstoff umgestellt werden. Erste Projekte sind bereits in der Umsetzung. Dazu gehört die Errichtung einer Wasserstoff-Tankstelle auf dem Gelände der städtischen Verkehrsbetriebe, die Anfang 2023 in Betrieb genommen werden soll und vom Freistaat Bayern gefördert wird.

Außerdem wird der Fuhrpark entsprechend umgerüstet. Neben den zwölf Brennstoffzellen-Bussen ist bereits ein wasserstoffbetriebenes Abfallsammelfahrzeug bestellt, das für Ende 2022 erwartet wird. Pro Jahr soll mindestens ein weiteres Brennstoffzellen-Fahrzeug für die Entsorgung folgen.

Eigene Wasserstoff-Produktion
Die Stadtwerke planen schon weiter. Sie wollen nach Möglichkeit den benötigten Wasserstoff teilweise selbst produzieren – für klimapolitische Korrektheit natürlich mit Ökostrom. Zwei Projekte zeichnen sich hier als realistisch ab.

So könnte die ehemals städtische Mülldeponie bei Karlstein-Dettingen mit einer Photovoltaik-Anlage versehen werden. Rund sechs Hektar beträgt die Fläche. Dieser Standort in Autobahn-Nähe würde sich auch für eine weitere WasserstoffTankstelle eignen. Zum anderen ließe sich auch im Kompostwerk Wasserstoff aus Biomethangas durch die sogenannte Plasmalyse gewinnen.

Klimafreundlich durch die Stadt
Schon heute stromern bereits 13 Hybridbusse sowie seit Mai dieses Jahres auch die ersten drei reinen E-Busse umweltfreundlich und leise durch Aschaffenburg. Die Kosten für die E-Busse lagen bei rund 560.000 Euro. Hierfür wie auch für die Ladeinfrastruktur haben die Stadtwerke eine Förderung aus Bundesmitteln von einer knappen Million Euro erhalten.

Quelle: Stadtwerke Aschaffenburg