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Verein "Hand aufs Herz" verzichtet auf Gegendemo bei "Querdenker" Demo

03.01.2022, 16:11 Uhr in Corona
040122 Hand aufs Herz

MAIN-KINZIG-KREIS. Der Verein Hand aufs Herz e.V. stellt sich uneingeschränkt hinter die Forderung von Landrat Thorsten Stolz (Main-Kinzig-Kreis), sich nicht an den so genannten „Spaziergängen“ der von radikalen Impfgegner, Coronaleugner, Reichsbürger, Rechtsextremen und Verschwörungstheoretiker durchsetzten Querdenkerbewegung zu beteiligen. Gleichzeitig begrüßt der hessische Verein für Demokratie, Weltoffenheit und Toleranz die klare Erwartungshaltung des Landrats an Polizei- und Justizbehörden, die Initiatoren dieser nicht genehmigten Spaziergänge und rechtswidrigen Versammlungen klar zu sanktionieren und die Teilnahme zu ahnden.

„Kritische Distanz zu dieser demokratiefeindlichen Bewegung, die die pandemiebedingten Probleme der Menschen für ihre radikalen Ziele instrumentalisiert, ist jetzt genauso Pflicht wie klare Kante des Staates gegen das weitere Aufstacheln weiter Teile unserer Gesellschaft über soziale Medien wie Telegram und bei als Spaziergängen getarnten rechtswidrigen Kundgebungen. Wir dürfen das als wehrhafte Demokratie nicht weiter tolerieren“, so die Hand-aufs-Herz-Vorsitzenden Alexander Schopbach und Julia Hott. Mit ihrer Solidarität gegenüber Landrat Thorsten Stolz möchten sie als Verein der demokratischen Mitte auch weitere Landrät:innen und Politiker:innen dazu ermutigen, wie Thorsten Stolz deutliche Worte zu finden. Denn angesichts des Radikalisierungsausmaßes sei nun der Staat mit konsequentem Handeln gefordert.

Hand aufs Herz e.V. organisierte und unterstützte in den vergangenen Monaten zahlreiche Gegenkundgebungen zu Querdenker-Aufmärschen und AfD-Wahlkampfveranstaltungen im gesamten Main-Kinzig-Kreis. „Mit Blick auf die aktuelle Pandemieentwicklung, aber auch aufgrund der Tatsache, dass wir unsere Sicherheit und die unserer Kundgebungsteilnehmer nicht mehr ausreichend gewährleistet sehen, verzichten wir zunächst auf Gegenkundgebungen. Angesichts des Radikalisierungsgrades müssen jetzt Politik, Behörden und Polizei mit allen zur Verfügung stehen rechtstaatlichen Mitteln handeln“, so der Vereinsvorstand.

Quelle: PM "Hand aufs Herz"