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Digitalisierung der Schulen im Main-Kinzig-Kreis ist ein gewaltiger Kraftakt

23.02.2022, 12:57 Uhr in Lokales
Schule digital tablet

MAIN-KINZIG-KREIS. Der Main-Kinzig-Kreis hat die Digitalisierung der Schulen in den vergangenen Jahren mit großem Einsatz vorangetrieben. Diese Entwicklung soll auch in den kommenden Jahren fortgesetzt werden. Eine wichtige finanzielle Unterstützung ist dabei der DigitalPakt von Bund und Ländern. „Wir haben als Landkreis in diesem wichtigen Handlungsfeld schon viel getan, werden in den nächsten Jahren aber weitere Ressourcen in die Digitalisierung der 100 Schulstandort geben“, kündigen Landrat Thorsten Stolz und Kreisbeigeordneter Winfried Ottmann an.

Diese umfassende technische Modernisierung der Schulen ist „ein gewaltiger Kraftakt“ für die Lehrkräfte und für das verantwortliche Team im neuen Amt für Digitalisierung, IT und E-Government, wie Stolz und Ottmann betonen. Mit dem Breitbandnetz und der Direktversorgung der Schulen habe der Main-Kinzig-Kreis bereits eine zukunftssichere Infrastruktur geschaffen, die Ausstattung und Inbetriebnahme mit der entsprechenden Hardware sei aber nun für alle Beteiligten eine weitaus größere Herausforderung. Bereits fast 15.000 digitale Endgeräte konnten an die Schulen inzwischen verteilt und in Betrieb genommen werden. Dazu gehören 2.900 Lehrer iPads, 3.300 Schüler Verleih-iPads, 1.500 schulgebundene iPads, rund 6.000 PCs und Laptops sowie 850 digitale Tafelsysteme. Über eine interkommunale Zusammenarbeit mit den Städten Hanau und Offenbach wurde gemeinsam ein Rahmenvertrag zur Beschaffung der digitalen Tafeln europaweit ausgeschrieben, der Main-Kinzig-Kreis wird bis Ende 2023 insgesamt etwa 1.250 Systeme beschaffen.

Neben den klassischen Anwendungen sind die Geräte zum großen Teil mit Office-Anwendungen, Lernprogrammen sowie Optionen für Videokonferenzenoder zur Nutzung als Dokumentenkamera ausgestattet. Darüber hinaus sind spezielle Anwendungen für Lehrkräfte nach Bedarf verfügbar. Auch wenn die Anschaffungen und die notwendigen Basisschulungen und Fortbildungen zum überwiegenden Teil aus den Fördermittelndes Bundes abgedeckt werden, so ist auch der Kreis als Schulträger finanziell stark beteiligt. Aktuell belaufen sich allein die Wartungskosten für den Main-Kinzig-Kreis jährlich auf rund 600.000 Euro. Diese Aufwendungen werden noch steigen, denn bis Ende 2024 soll die Infrastruktur mit WLAN in allen Klassenräumen so weit vorbereitet sein, dass 30.000 Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit haben, digitale Endgeräte (auch eigenfinanziert) in den Schulen zu nutzen. Dazu hören dann auch digitale Displays und Beamer für die rund 2200 Klassenräume. Derzeit sind hier bereits rund 850 digitale Displays und 800 Beamer einsatzfähig. Sie sind nicht nur Tafelersatz und Präsentationsmöglichkeiten, sondern machen zahlreiche moderne Unterrichtsprogramme und Techniken möglich.

Für das entsprechende Team der Kreisverwaltung liegt ein Schwerpunkt der Arbeit auf den erforderlichen Schulungen der Lehrkräfte.„Wir wollen eine hohe Akzeptanz und Kompetenz für den Einsatz der digitalen Möglichkeiten erreichen. Denn es ist wichtig, dass die digitale Infrastruktur, die der Main-Kinzig-Kreis geschaffen hat und noch schaffen wird, auch genutzt wird“, erklären Landrat Thorsten Stolz und Kreisbeigeordneter Winfried Ottmann. Dazu gibt es regelmäßige Gespräche mit den Schulleitungen, den IT Beauftragten der Schulen, der entsprechenden Steuerungsgruppe, Schülervertretungen und Elternbeiräten.„Wir nehmen die Fragen und Anforderungen auf, ermitteln den Bedarf und lassen die Informationen in die Fortbildungen unseres Medienzentrums einfließen“, erläutert der Landrat. Weitergehende Angebote für alle Pädagoginnen und Pädagogen bestehen in einem Schulungszentrum im DigiLab Hanau über die interkommunale Zusammenarbeit. Die Schulungsreihe hat im Oktober 2021 begonnen. Das Medienzentrum des Main-Kinzig-Kreises informiert die Schulen regelmäßig über die Angebote auch in Verbindung mit der Auslieferung der Displays. Auch das Online-Fortbildungsangebot aller Medienzentren (Verbund Südhessen) wird genutzt. Das Konzept der Digitalisierung umfasst zudem zentrale Serviceleistungen, die der Main-Kinzig-Kreis mit externen Dienstleistern nach Bedarf, Dringlichkeit und Anforderung priorisiert und organisiert. Zum „Alltagsgeschäft“ gehören die regelmäßige Beratung der Schulleitungen und IT-Beauftragten, die Installation, Konfiguration, Inbetriebnahme und Wartung der Geräte sowie bei Bedarf die Garantieabwicklung.

Quelle: Main-Kinzig-Kreis