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Erlenbacher beteiligt? - Geldwäsche-Prozess in Obernburg

14.03.2022, 10:38 Uhr in Gericht
Gericht Symbolbild

ERLENBACH/OBERNBURG. Die Gerichtsbarkeit im Primaveraland bekommt es immer öfter mit internationaler Geldwäsche der organisierten Kriminalität zu tun. Am Amtsgericht Oberburg beginnt heute ein Prozess gegen einen Erlenbacher, über dessen Konto die Geldwäsche gelaufen sein soll: Kriminelle hatten über einen Trojaner die Online-Banking-Daten eines Users abgegriffen und dann sein Geld gestohlen. Dieses Geld floss über das Konto des Erlenbachers. Ob der Angeklagte zu der kriminellen Bande gehörte, oder nicht – konnten die Ermittler nicht klären. Selbst wenn nicht, hätte der Mann die Kontobewegungen erkennen und zumindest melden müssen. Aber auch das Unterlassen einer solchen Meldung ist strafbar und wird als Geldwäsche verfolgt - deshalb heute der Prozess in Obernburg.

Update: Der Angeklagte wurde für schuldig befunden und deshalb zu einer Freiheitsstrafe von vier Monaten auf Bewährung verurteilt. Insgesamt beträgt die Bewährungszeit drei Jahre. Außerdem wurde die Einziehung von über 15.000 Euro angeordnet. Der Mann muss zusätzlich die Kosten des Verfahrens tragen. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.