Ermittlungen: Verdacht auf Unterschlagung und Betrug bei Heraeus

HANAU. In Hanau ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen eines der bekanntesten Familienunternehmen der Region. Beim Technologiekonzern Heraeus geht es um den Verdacht auf Unterschlagung und Betrug.
Die Staatsanwaltschaft Frankfurt ermittelt wegen möglicher rechtswidriger Praktiken beim Hanauer Technologiekonzern Heraeus. Im Recyclinggeschäft der Edelmetallsparte sollen über Jahre hinweg Kundenmaterialien wie Platin, Palladium und Rhodium einbehalten worden sein, obwohl sie den Auftraggebern zugestanden hätten. Die Ermittlungen richten sich gegen 16 aktuelle und ehemalige Beschäftigte, darunter auch Führungskräfte. Der mutmaßliche Tatzeitraum reicht von 2015 bis 2025. Ausgelöst wurden die Ermittlungen durch eine Selbstanzeige des Unternehmens. Heraeus kooperiert nach eigenen Angaben mit den Behörden und hat für mögliche Risiken Rückstellungen von rund 457 Millionen Euro gebildet.

















