Ex-Funkhaus-Kollege im Fan-Tumult verletzt

MÜNCHEN/HANAU. Während der FC Bayern mit all seinen Fans im Freudentaumel über den Einzug ins Champions League Halbfinale versank, bemerkten nur wenige die tragischen Szenen, die sich kurz vor Spielende im Innenraum der Allianz Arena abspielten. Beim 4:3-Sieg der Münchner im Rückspiel (Hinspiel 2:1) gegen Real Madrid wurden gleich mehrere Fotografen verletzt. Darunter auch Ex-Primavera-Kollege und Reuters-Fotograf Kai Pfaffenbach aus Hanau.
Pfaffenbach arbeitet seit vielen Jahren als internationaler Sportfotograf und ist regelmäßig bei großen Turnieren und Topspielen im Einsatz. Beim Tumult in München verlor er kurzzeitig das Bewusstsein und musste medizinisch versorgt werden. Zudem erlitt er Prellungen.
Instagram-Einblick nach dem Vorfall
Auf Instagram meldete sich Pfaffenbach später selbst zu Wort. In seinen Storys schreibt er: „Es sieht lustig aus, war es aber nicht. Ich bin kein Trampolin und wenn ich mir den Ansturm anschaue, hatte ich viel Glück.“ Außerdem zeigt er die letzten Bilder, die er vor dem Vorfall aufgenommen hat. Dazu schreibt er: „Die berühmten letzten Aufnahmen, bevor die Lichter aus waren.“ Entwarnung gibt er auch: Ihm gehe es den Umständen entsprechend gut. Er habe nur blaue Flecken und ein paar Prellungen.
Situation früh erkennbar
Ein weiterer Fotograf berichtete Medien zufolge, dass sich die Situation schon Minuten vor dem Abpfiff zugespitzt habe. Demnach hielten sich Fans bereits auf den Absperrungen auf, ohne dass rechtzeitig eingegriffen wurde. Nach dem Siegtor in der vierten Minute der Nachspielzeit wurden dann die Werbebanden, die als Abgrenzung dienen, überwunden. Der Innenraum ist eigentlich nur für Fotografen und Mitarbeitende zugänglich und für Fans gesperrt. Wie es trotzdem zu dem Vorfall kommen konnte, wird jetzt untersucht.






