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Fast 100 Tonnen: Polizei stoppt Überschwer-Transport in Weiskirchen

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10.08.2022, 11:29 Uhr in Blaulicht
100822 Rodgau 96 Tonnen LKW
Foto: Autobahnpolizei Langenselbold

RODGAU-WEISKIRCHEN. Überladene Lastwagen sind ein alltägliches Phänomen, aber in Rodgau-Weiskirchen hat die Polizei wahrscheinlich einen Rekordhalter aus dem Verkehr gezogen. Der Sattelzug, den die Beamten kontrollierten, wog mitsamt seiner Zuladung sage und schreibe 96 Tonnen - da der Fahrer keine Ausnahmegenehmigung für seine Fracht vorzeigen konnte und demnach ein zulässiges Gesamtgewicht von 40 Tonnen zugrunde gelegt wurde, ergab sich eine Überschreitung von stolzen 141 Prozent.

Der Anhänger des Sattelschleppers, beladen mit einem Autokran, schleifte zum Teil schon auf dem Asphalt. Als Schwerlast-Transport durchaus korrekt gekennzeichnet, brachte das Gefährt dann trotzdem mehr Gewicht auf die Wage als anderthalb Leopard2-Panzer der Bundeswehr. Der Sattelschlepperfahrer hatte gerade eine Pause auf der Rastanlage Weiskirchen eingelegt und wollte weiterfahren, als auf dem Beschleunigungsstreifen aufgrund des hohen Gewichts eine Hydraulik-Leitung platzte. So wurde die Autobahnpolizei auf den Überschwer-Transport aufmerksam.

Die Beamten leiteten ein Verfahren zur Vermögensabschöpfung ein, was zur Folge hatte, dass der 42-Jährige (gleichzeitig Firmeninhaber) aufgrund angenommenen wirtschaftlichen Vorteils vor Ort eine Gesamtstrafe von über 14.600 Euro zahlen musste. Doch damit nicht genug: Ihm wurde zudem die Weiterfahrt untersagt und der Kran musste umgeladen werden. Allein hierfür dürften nochmals hohe Kosten hinzugekommen sein.

Quelle: Polizei Südosthessen