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Kein Flüchtlings-Aufnahmestopp im Main-Kinzig-Kreis

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14.10.2022, 15:02 Uhr in
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UPDATE 15 Uhr: Der Main-Kinzig-Kreis wird auch weiterhin die Flüchtlinge aufnehmen, die ihm das Land Hessen zuweist. Der Kreistag in Gelnhausen-Meerholz lehnte am Mittag mit großer Mehrheit einen Antrag der AfD ab. Diese wollte, dass der Kreis einen Aufnahmestopp für Flüchtlinge erklärt. Mehrere Bürgermeister haben sich inzwischen in Brandbriefen an das Land gewandt und einen Zuweisungsstopp gefordert. Als Bevölkerungsreichster Landkreis in Hessen bekommt der MKK auch die meisten Flüchtlinge zugewiesen.

GELNHAUSEN. Update: Der Main-Kinzig-Kreis wird auch weiterhin die Flüchtlinge aufnehmen, die ihm das Land Hessen zuweist. Der Kreistag in Gelnhausen-Meerholz lehnte am Mittag mit großer Mehrheit einen Antrag der AfD ab. Diese wollte, dass der Kreis einen Aufnahmestopp für Flüchtlinge erklärt. Mehrere Bürgermeister haben sich inzwischen in Brandbriefen an das Land gewandt und einen Zuweisungsstopp gefordert. Als Bevölkerungsreichster Landkreis in Hessen bekommt der MKK auch die meisten Flüchtlinge zugewiesen.

Einen Aufnahmestopp für Flüchtlinge fordert die AfD im Main-Kinzig-Kreis. Die Partei hat einen Dringlichkeitsantrag für die heutige Kreistagssitzung in Gelnhausen vorbereitet. Nichts geht mehr – das sagen inzwischen immer mehr Kommunalpolitiker im Main-Kinzig-Kreis zu den Flüchtlingszahlen. Nidderaus Rathauschef Andreas Bär reicht es. Einige Bundesländer nehmen gar keine Flüchtlinge auf, so Bär in einem Brandbrief, adressiert an die Regierung in Wiesbaden. In Hessen selbst bekommen einige Städte und Kreise ebenfalls keine Flüchtlinge mehr zugewiesen. Weil der Ausländeranteil dort schon hoch genug sei, so die Begründung des Landes. Der Main-Kinzig-Kreis nehme inzwischen 20 Prozent aller Flüchtlinge aus Hessen auf, schreibt Bär. Das alles sei ein Skandal, denn man sei vielerorts über der Kapazitätsgrenze. Vier kreiseigene Sporthallen, unter anderem in Langenselbold und Wächtersbach, können den ganzen Winter über nicht von den Vereinen genutzt werden. In Gelnhausen und Altenmittlau entstehen Container-Burgen. Mehr, so Bär, geht einfach nicht und fordert die Regierung in Wiesbaden auf, endlich zu handeln.