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Grillwagen-Unfall mit Gasaustritt und Frau in Main bei Stockstadt

19.05.2022, 08:51 Uhr in Blaulicht
051021 Symbolbild feuerwehr

STOCKSTADT. Die Feuerwehren im Kreis Aschaffenburg sind am Abend viel beschäftigt gewesen. Bei einem Unfall auf der B469 bei Stockstadt bestand Explosionsgefahr. Mitten im Einsatz wurden die Kräfte dann noch zu einer Wassernotlage alarmiert.

Es war ein großer und gefährlicher Einsatz am Abend auf der B469 bei Stockstadt: In der Baustelle krachten ein Mercedes und ein Grillwagen frontal zusammen – ein weiteres Auto fuhr dann noch auf den Grillwagen auf. Die Fahrerin des Grillwagens wurde im Fahrzeug eingeklemmt. Schnell musste die Feuerwehr die Frau aus dem Wagen befreien.

Denn: Durch den Zusammenstoß strömte hier Gas aus und es hätte zur Explosion kommen können. Die Fahrerin wurde anschließend mit einem Rettungshubschrauber in eine Klinik geflogen. Die anderen Unfallbeteiligten wurden ebenfalls verletzt. Mitten im Einsatz fiel dann noch eine Person von einem Schiff in den Main – dabei stellte die Feuerwehr aber zum Glück schnell fest, dass sie sich ans Ufer retten konnte. Hier mussten die Einsatzkräfte also nicht mehr eigreifen.


+++ HIER DER OFFIZIELLE PRESSEBERICHT DER KREISBRANDINSPEKTION ASCHAFFENBURG +++

Am Mittwochabend, 18.05.2022, wurde die Feuerwehr Stockstadt um 20:46 Uhr zu einem Unfall mit eingeklemmter Person auf die B469 in Höhe der Anschlussstelle AB16 alarmiert. Aufgrund der derzeit eingerichteten Baustelle und wurde die Einsatzstelle von der Feuerwehr von zwei Seiten angefahren.
Beim Eintreffen fanden die Einsatzkräfte einen Frontalzusammenstoß zwischen einem Mercedes PKW und einem Grillwagen vor. Ein weiterer PKW war auf den Grillwagen aufgefahren. Alle drei Fahrer wurden verletzt. Die Fahrerin des Grillwagens befand sich noch im Fahrzeug.

Bei Annäherung an den Grillwagen wurde sofort Gasgeruch festgestellt. Eine Überprüfung mit einem Messgerät ergab drohende Explosionsgefahr. In Abstimmung mit dem Notarzt wurde daraufhin eine sogenannte Crash-Rettung durchgeführt. Die Fahrerin wurde ohne weitere Behandlung unmittelbar aus dem Fahrzeug gezogen und in einen sicheren Bereich gebracht. Später wurde sie mit einem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus geflogen. Nach Überprüfung der Feuerwehr konnte ein Gastank am Fahrzeug ausfindig gemacht werden und über ein Ventil das ausströmende Gas abgestellt werden. Die drohende Explosionsgefahr war somit beseitigt.

Durch den Unfall war auch eine größere Menge Frittierfett ausgetreten. Das Fett hatte sich großflächig über die Fahrbahn verteilt. Betroffen war auch die gerade erst neu fertig gestellte Fahrbahn auf der Gegenseite im Baustellenbereich. Zu Beseitigung des Fetts wurde vom Straßenbauamt ein Spezialfahrzeug angefordert.

Im weiteren Verlauf wurde die Einsatzstelle ausgeleuchtet und ausgetretene Betriebsmittel aufgenommen. Da die Unfallstelle nicht passierbar war, wurden von Polizei und Feuerwehr Umleitungen an der B26, der BAB3 und der AB16 eingerichtet. Erst gegen 00:30 Uhr war die Unfallstelle geräumt und die Feuerwehr konnte wieder abrücken.
Mitten in diesen Einsatz hinein wurde die Feuerwehr Stockstadt sowie die Feuerwehren aus Mainaschaff und Aschaffenburg um 23:25 Uhr zu einer Wassernotlage alarmiert. Eine Person war von einem Schiff in den Main gefallen. Schnell stellte sich heraus, dass die Person sich ans Ufer retten konnte und wir nicht mehr Eingreifen mussten.

Die Feuerwehr Stockstadt war unter Kommandant Frank Bott mit sechs Fahrzeugen und 30 Einsatzkräften vor Ort, die Feuerwehr Großostheim mit einem Fahrzeug und drei Mann. Kreisbrandinspektor Otto Hofmann informierte sich vor Ort über das Einsatzgeschehen.