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Nach Heuballen-Brand: A'burger Kripo hat Kinder im Verdacht

Topnews
17.04.2022, 08:50 Uhr in Blaulicht
170422 Brand Heigenbruecken Heu
Bild: Feuerwehr Heigenbrücken

HEIGENBRÜCKEN. Am Samstagmittag geriet eine Scheune in Brand. Ein Übergreifen der Flammen auf das benachbarte Wohnhaus konnte verhindert werden. Insgesamt entstand Sachschaden von rund 100.000 Euro. Die Kriminalpolizei Aschaffenburg konnte zwei spielende Kinder als Verursacher des Brandes ermitteln.

Gegen 13:45 wurden Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienst zu einem Brand in der Hauptstraße gerufen. Bereits bei Eintreffen der Rettungskräfte war starke Rauchentwicklung aus einer Scheune, in der Heuballen gelagert waren, zu erkennen. Die Feuerwehr bekam das Feuer schnell unter Kontrolle und konnte ein Übergreifen der Flammen auf ein benachbartes Wohnhaus verhindern. Dennoch brannte der Dachstuhl der Scheune und ein darin abgestellter Pkw völlig aus. Die Gesamtschadenshöhe wird derzeit auf rund 100.000 Euro geschätzt.

Die Kriminalpolizei Aschaffenburg übernahm die Ermittlungen zur Brandursache. Zwei strafunmündige Kinder im Alter von fünf Jahren zeigen sich nach bisherigen Erkenntnissen für die Brandentstehung verantwortlich.


Meldung der Kreisbrandinspektion:

Am Karsamstag um 13:46 Uhr wurde die Feuerwehr zusammen mit dem Rettungsdienst in die Hauptstraße nach Heigenbrücken zu einer Feuermeldung alarmiert. Schon auf der Anfahrt war eine Rauchentwicklung zu erkennen. Ein tatsächlicher Brand wurde durch die Lagemeldung des ersteintreffenden Gruppenführers bestätigt. Sofort wurden weitere Feuerwehrkräfte nachalarmiert.

In einer Scheune, welche in der engen Wohnbebauung der Ortsmitte steht, brannten gelagertes Stroh und ein PKW. Der Dachstuhl wurde durch die Brandeinwirkung enorm beschädigt. Der Dachstuhl, das brennende Stroh sowie der PKW wurden durch die Feuerwehr mit vier Trupps unter Atemschutz im Innenangriff sowie drei Trupps im Außenangriff und einem Trupp über die Drehleiter abgelöscht. Für die Brandbekämpfung wurden zwei Abschnitte gebildet. Weiterhin wurde aus dem Brandraum eine Gasflasche geborgen. Ein Übergreifen des Feuers auf die benachbarten Wohnhäuser konnte mit zwei Riegelstellungen erfolgreich verhindert werden.

Damit die Feuerwehr auch die letzten Glutnester ablöschen konnte, wurde das Brandgut mit einem Bagger sowie einem Lastwagen eines örtlichen Bauunternehmens ausgeräumt und zu einem Ablöschplatz gefahren. Hier wurde anschließend das glimmende Stroh auseinandergezogen und mit zwei C-Rohren abgelöscht. Die Nachlöscharbeiten an der Scheuen sowie am Ablöschplatz mussten teilweise unter Atemschutz durchgeführt werden.

Um eine Verschmutzung des unweit zur Einsatzstelle vorbeifließenden „Lohrbachs“ zu verhindert, wurden vorsorglich zwei Ölschlängel in das Gewässer eingebracht.

Dem Einsatzleiter (Patrick Pfister, erster Kommandant der Feuerwehr Heigenbrücken) standen rund 70 Feuerwehrleute der Feuerwehren aus Heigenbrücken, Jakobsthal, Heinrichsthal, Laufach, Waldaschaff, Neuhütten und Glattbach (Unterstützungsgruppe Örtliche Einsatzleitung) zur Verfügung. Unterstützt wurde er von den Kreisbrandinspektoren Otto Hofmann und Thilo Happ sowie von den Kreisbrandmeistern Eva Freudenberg und Markus Fischer. Auch Heigenbrückens Bürgermeister Jochen Drechsler machte sich vor Ort ein Bild vom Geschehen.

Der Rettungsdienst war mit zwei Rettungswagen, einem Notarzt und einem Einsatzleiter Rettungsdienst (Sven Oster, BRK Kreisverband Aschaffenburg) sowie der Unterstützungsgruppe Rettungsdienst der BRK Bereitschaft Laufach an der Einsatzstelle. Der Rettungsdienst musste aber nicht eingesetzt werden.

Quelle: Polizei Unterfranken / Kreisbrandinspektion Aschaffenburg