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Jugend forscht: Gewinner aus Elsenfeld und Hanau

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30.05.2022, 12:05 Uhr in Lokales
300522 Jugend forscht Elsenfeld

LÜBECK/ELSENFELD/HANAU. Beim „Jugend forscht“-Bundeswettbewerb haben unter Anderem drei Schülerinnen aus Elsenfeld gewonnen. Die 16-jährigen Zwillingsschwestern Hanna und Lena Fries und die 17-jährige Hannah Amrhein vom Julius-Echter-Gymnasium gewannen den Chemie-Preis. Die Schülerrinnen fanden einen neuen Ansatz, um Phosphor aus Abwasser zu recyceln. Neben dem Chemie-Preis sind die drei Preisträgerinnen auch gleich noch mit dem Europa-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft ausgezeichnet worden. Das heißt im September geht’s zum EU-Wettbewerb junger Forscher in Leiden in den Niederlanden. Die Preisträger bekamen 2.500 Euro. Am 57. Bundeswettbewerb „Jugend forscht“ hatten sich mehr als 8000 Kinder und Jugendliche beteiligt, 168 kamen ins Finale.

Auch Gewinner aus Hanau:

Drei Schüler der Ludwig-Geißler-Schule, LGS, haben den ersten Platz für das beste interdisziplinäres Projekt beim Bundeswettbewerb Jugend forscht gewonnen, der vom 26. bis 29. Mai in Lübeck stattfand. Maximilian Pfannkuch, der die Leistungskurse Biologietechnik und Englisch belegt, Jaro Filip, mit den Leistungskursen Praktische Informatik und Mathematik und Dominik Hein, Leistungskurse Praktische Informatik und Physik, waren mit ihrem Projekt „revolutionAIR“ angetreten, einem sehr wirksamen und innovativen Luftreinigungssystem auf Basis von UV-LEDs. Das System desinfiziert durchströmende Luft und verhindert so die Verbreitung von Krankheitserregern wie beispielsweise Coronaviren.

Der Bundeswettbewerb ist der Höhepunkt der Wettbewerbsrunde. An der Veranstaltung nehmen alle Jungforscherinnen und Jungforscher teil, die bei einem der Jugend forscht Landeswettbewerbe den ersten Preis gewonnen haben. Beim Finale von Deutschlands bekanntestem Nachwuchswettbewerb, das jedes Jahr im Mai stattfindet, messen sich die Besten des Landes in den sieben Jugend forscht Fachgebieten.

Die Idee hinter „revolutionAIR“ erläutert Maximilian Pfannkuch: „Um gefährliche infektiöse Aerosole möglichst effizient und gleichzeitig komfortabel aus der Luft entfernen zu können, haben wir ein Konzept entwickelt, das es ermöglicht, eine Desinfektionseinheit zu bereits bestehenden Lüftungssystemen hinzuzufügen.“ Diese Erweiterung könne dann mithilfe

fortgeschrittener Technologien die durchströmende Luft desinfizieren und so saubere Luft in Gebäuden gewährleisten, ohne einen Luftaustausch nötig zu haben, welcher die Emission von Pathogenen mit sich bringt. „Die Einsatzmöglichkeiten sind sehr vielfältig, besonders wichtig wären solche Systeme beispielsweise in Supermärkten, Einkaufszentren, Schulen oder öffentlichen Verkehrsmitteln und Bahnhöfen“, ergänzt Dominik Hein und Jaro Filip fügt stolz hinzu: „Dieser Prototyp überzeugt durch Kompaktheit und Portabilität sowie durch fortgeschrittene Software. Diese kann Raumfrequentierung analysieren sowie das Gerät intelligent steuern. Eingebettet sind die Funktionen in einer benutzerfreundlichen und Plattform unabhängigen App.“

Seit 2019 hat die LGS mit 35 Projekten an Jugend forscht im Regional Wettbewerb teilgenommen. Daraus resultierten immer Teilnahmen von ein bis drei Teams am Hessischen Landeswettbewerb in Darmstadt bei Merck. Dieses Jahr hat es erstmalig mit einer Teilnahme am Bundeswettbewerb geklappt. „Unser Slogan Kompetenz in Technik hat sich damit wieder einmal bewahrheitet“, freut sich Martin Lindenau, stellvertretender Schulleiter der LGS und Abteilungsleiter IT. „Kreatives Umfeld, Spaß an forschen gepaart mit hoch technologischer Ausstattung sind unser Erfolg.“ Zu welchen Leistungen die Schülerinnen und Schüler der LGS fähig seien, zeige sich nun auch am Erfolg der drei Bundessieger bei Jugend forscht.

Quelle: Ludwig-Geißler-Schule Hanau

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  1. Hanna Fries über die Funktion der Erfindung:
  2. Hannah Amrhein darüber, wie sie zu dem Wettbewerb gekommen sind:
  3. Hanna Fries über die Freude des gewonnenen Preises: