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Nach Wildunfällen im Main-Kinzig-Kreis: Polizei weist auf Gefahren hin

06.04.2022, 13:59 Uhr in Blaulicht
Symbolbild Reh Wildunfall

HASSELROTH/GELNHAUSEN. Nach einem Wildunfall am Dienstagabend sowie am Mittwochmorgen im Dienstgebiet der Polizeistation Gelnhausen will die Polizei auf die im Zuge der Zeitumstellung erhöhten Wildunfallgefahren hinweisen. In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch sind bei den beiden Wildunfällen im Main-Kinzig-Kreis glücklicherweise keine Personen verletzt worden. Es entstand allerdings an den beteiligten Kraftfahrzeugen ein Gesamtschaden von mehreren tausend Euro.

Am Dienstagabend befuhr ein 25 Jahre alter Mann aus Hasselroth die Landesstraße 3269 von Geiselbach nach Horbach. Vor dem Ortseingang Horbach im dortigen Waldbereich kreuzte ein Reh die Fahrbahn und es kam zur Kollision. An der Stoßstange des Audi A5 entstand Sachschaden. Das Reh rannte verletzt weiter, weshalb der zuständige Jagdpächter informiert wurde. Der Autofahrer blieb unverletzt.

Am Mittwochmorgen ereignete sich ein Wildunfall auf der Landesstraße 3202 von Bernbach kommend in Fahrtrichtung Gelnhausen. Kurz vor der Einmündung nach Großenhausen querte ein Reh die Fahrbahn. Der 35 Jahre alte Toyota-Fahrer konnte nicht mehr rechtzeitig bremsen, weshalb es ebenfalls zu einem Zusammenstoß kam.

Bekannte Streckenabschnitte, an denen häufig Wildwechsel stattfindet, sind in der Regel mit Geschwindigkeitsbegrenzungen oder mit dem Verkehrszeichen "Wildwechsel" ausgeschildert. Die Polizei führt in diesen Bereichen auch immer wieder Verkehrskontrollen sowie Geschwindigkeitsmessungen durch, da sich Fahrzeugführer oftmals nicht an die vorgeschriebene Geschwindigkeit halten. In der wöchentlich vom Polizeipräsidium Südosthessen veröffentlichten Blitzermeldung werden Gefahrenstrecken entsprechend erwähnt. Die Polizei empfiehlt auf den gekennzeichneten Wildwechselstrecken besonders achtsam und langsam zu fahren; schließlich reagieren Tiere nicht wie Verkehrsteilnehmer. Besonders hoch ist die Wildunfallgefahr derzeit in der Früh, da die Hauptverkehrszeit aktuell in die Morgendämmerung fällt.

Wenn Wildtiere sich im Bereich der Fahrbahn aufhalten oder die Straße plötzlich queren, sollte man auf jeden Fall abbremsen, hupen und das Licht am Fahrzeug abblenden; sofern dies möglich ist. Ist ein Zusammenstoß unvermeidbar, sollte das Lenkrad festgehalten und möglichst die Fahrspur gehalten werden. In der Regel sind die Gefahren für den Verkehrsteilnehmer selbst und den Gegenverkehr bei Ausweichmanövern höher als der Zusammenstoß selbst.

Sollte es dennoch zum Unfall gekommen sein, sichern sie die Unfallstelle ab und verständigen sie umgehend die Polizei. Bei einem Unfall informiert die eingesetzte Polizeistreife grundsätzlich den zuständigen Jagdpächter, der sich dann um das verletzte oder gar verendete Wild kümmert.

Quelle: Polizei Südosthessen