Messdiener mit Ratschen im Primaveraland unterwegs

PRIMAVERALAND. Auch dieses Jahr bleiben an den Kartagen im Primaveraland die Kirchenglocken stumm. Vor allem in Freigericht, im Kahlgrund und in den Spessart-Gemeinden wird ersatzweise wieder geklappert. Messdiener ziehen zwei- bis dreimal täglich durch ihre Orte und ersetzen mit Holzklappern und Ratschen das Glockenläuten. Die Instrumente werden oft über Generationen weitergegeben. Allerdings wird es für viele Gemeinden immer schwieriger, Nachwuchs zu finden – mancherorts ist die Tradition bereits verschwunden. Grund für die Klapperei: Nach katholischer Tradition schweigen die Glocken aus Trauer um den Tod Jesu. Geklappert wird unter anderem in Röllbach, Schöllkrippen, Mömbris, Westerngrund und Horbach. Aber auch in den Aschaffenburger Stadtteilen Leider und Schweinheim wird die Tradition noch hochgehalten.




