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Untreue-Verdacht beim Rettungsdienst im Kreis Offenbach

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22.02.2022, 14:33 Uhr in Blaulicht
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KREIS OFFENBACH. Wegen des Verdachtes der Untreue wird derzeit gegen eine Mitarbeiterin ermittelt, die beim Eigenbetrieb Rettungsdienst (ERD) des Kreises Offenbach beschäftigt ist. Es gibt konkrete Anhaltspunkte, dass die Mitarbeiterin regelmäßig Überweisungen an sich selbst vorgenommen hat. Dabei wurde mit hoher krimineller Energie und Raffinesse vorgegangen. Nach derzeitigen Erkenntnissen wurden insgesamt 1,12 Millionen Euro veruntreut.

Nachdem es den dringenden Verdacht von Unregelmäßigkeiten gab, hatte der Kreis umgehend Anzeige bei der Staatsanwaltschaft Offenbach erstattet. Auf Bitten der Staatsanwaltschaft und mit Blick auf die Ermittlungen wurde von einer Information der Gremien und der Öffentlichkeit bislang abgesehen. Landrat Oliver Quilling: „Für den Kreis ist das ein sehr bitterer Vorgang. Insbesondere beim Rettungsdienst ist die Betroffenheit groß. Nunmehr müssen wir die weiteren Ermittlungsergebnisse abwarten.“ Der Kreis ist anwaltlich vertreten. Hinsichtlich der betroffenen Person werden arbeitsrechtliche Schritte sowie ein möglicher Regress geprüft.

Eigenbetrieb Rettungsdienst (ERD)
Als Rettungsdienstträger obliegt dem Kreis Offenbach die Sicherstellung des Rettungsdienstes. Diese Aufgabe wird unter anderem seit dem Jahr 2000 vom Eigenbetrieb Rettungsdienst wahrgenommen. Er stellt die bedarfsgerechte und flächendeckende Versorgung der Bevölkerung mit Leistungen der Notfallrettung und des qualifizierten Krankentransportes sicher. Darüber hinaus betreibt der Eigenbetrieb die Zentrale Leitstelle für Brand-, Katastrophenschutz und Rettungsdienst, mehrere Notarztstandorte, drei Rettungswagenstandorte und eine Rettungsdienstschule. Die Rettungswagen des Eigenbetriebes fahren rund 25.000 Einsätze pro Jahr.

Quelle: Kreis Offenbach