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Spende in Obertshausen: Über 250.000 Euro für Skatepark

01.04.2022, 16:10 Uhr in Lokales
010422 Obertshausen Spende Skatepark

OBERTSHAUSEN. Es ist kein Aprilscherz, was Obertshausens Bürgermeister Manuel Friedrich am 1. April auf der ehemaligen Rollschuhbahn nahe der Rodauhalle und dem angrenzenden Bolzplatz an der Schubertstraße verkündet: die stolze Spendensumme von 250.615,91 Euro für das Projekt Skate- und Jugendpark Obertshausen. „Damit haben wir das Ziel, das Projekt nahezu über Spenden zu finanzieren, tatsächlich erreicht. Und das in nur sechs Monaten, Wahnsinn“, betont der Rathaus-Chef. Das Spendenziel belief sich auf 220.000 Euro, so waren die geplanten Kosten der Investition (Planungsstand Juni 2021). Entsprechende Spendeneinzahlungen sollten für die Jahre 2022 und 2023 jeweils 110.000 Euro eingehen. Nun stehen bereits über eine Viertelmillionen Euro zu Buche.

Zu diesem tollen Ergebnis haben ein Spendenaufruf, gezielte Ansprachen an Stiftungen und Spender, aber auch Aktionen aus der Bürgerschaft geführt. „Es macht mich stolz, zu sehen, dass viele Bürgerinnen und Bürger, Unternehmerinnen und Unternehmer als auch in Obertshausen ansässige Stiftungen hinter diesem wundervollen Projekt stehen und es unterstützen. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Spende klein oder groß ist – jeder Euro zählt“, erklärt Manuel Friedrich. In zahlreichen Gesprächen hat er persönlich möglichen Unterstützern das Projekt vorgestellt.

Auch die „Karl und Ruth Mayer Stiftung“ setzt sich für den Skate- und Jugendpark in Obertshausen ein. „Meinen Großeltern Karl und Ruth Mayer war es bei Gründung der Stiftung eine Herzenssache, Kinder und Jugendliche zu fördern. Es freut mich daher sehr, dass wir mit den Mitteln der Stiftung zum Bau des Skateparks als wichtigem Element der Jugendarbeit in Obertshausen beitragen können“, erklärt Celine Klekow.

Und auch Frank Deckenbach, Inhaber von Edeka Deckenbach, ist einer der Unterstützer – das aus gutem Grund: „Einen attraktiven Ort für Jugendliche zum zwangslosen Treffen und Sport treiben, braucht Obertshausen schon seit Längerem!"

Mit diesem Projekt, das auf dem 6.400 Quadratmeter großen Areal entstehen soll, zeigen alle Spenderinnen und Spender, dass ihnen Obertshausen am Herzen liegt. Das sportliche Ziel ist es, das Projekt bereits bis zum Sommer 2023 umzusetzen.

Sportlich sieht es auch Dr. Katrin Rackelmann-Silber, Inhaberin der Birkenwald-Apotheke, und unterstützt das Projekt ebenfalls mit einer Spende: „So ein Skatepark hat seine ganz eigene Lektion: Viel üben, Zeit miteinander verbringen, voneinander lernen, wieder aufstehen wenn‘s knallt und am Ende ist der Trick cool und macht stolz“

„Mit drei Hausarztpraxisstandorten in Obertshausen sind mein Bruder Dr. Faisal Detho und ich gemeinsam mit unserem Team für die Bürgerinnen und Bürger da. Bewegung und frische Luft sind wichtige Faktoren für die Gesundheit, so unterstützen auch wir gerne das Projekt Skate- und Jugendpark, wo ein Treffpunkt für Jugendliche, aber auch für andere Generationen entstehen soll.“

Als Mitsponsor ist auch die „Dr. Carl und Ellen Klöss Stiftung“ mit im Boot für das Projekt. „Die Förderung und Unterstützung der Kinder- und Jugendarbeit in Obertshausen war ein vordringliches Anliegen des Stifterehepaars Dr. Carl und Ellen Klöss. Gerne hat daher der Stiftungsvorstand die Idee der Stadt aufgegriffen und die Freizeitanlage für Kinder und Jugendliche mit einer fünfstelligen Zuwendung gesponsert", teilt Hubert Gerhards für den Stiftungsvorstand mit.

Für David Fischer, der vor zehn Jahren bereits regelmäßig auf der früheren Skateanlage an der Rodaustraße anzutreffen war, ist das Engagement für das jetzige Projekt selbstverständlich. Er hat einen Verkauf von sogenannten Fingerboards organisiert. Darüber konnten beispielsweise 375 Euro durch den Verkauf von etwa 250 Stück in den Spendentopf gespült werden. Auch bei weiteren Sammelaktionen für das Projekt beteiligte er sich. „Ich bin sehr glücklich darüber, wie weit wir schon gekommen sind. Das zeigt wieder einmal, was durch einen starken Willen und kreative Ideen alles möglich ist. Mein besonderer Dank geht an Edeka Deckenbach, A&O und das Restaurant ,Zum Nachtwächter‘ für ihre Bereitschaft, uns durch verschiedene Aktionen zu unterstützen und dadurch einen Teil in Richtung Realisierung beizutragen. Ich freue mich schon auf die nächsten Schritte und danke auch allen Bürgern, Sponsoren und Mitwirkenden und vor allem unserem Bürgermeister für ihr Engagement“, erklärt David Fischer seinen besonderen Einsatz.

Mit dieser enormen Spendensumme kann nun der nächste Schritt gegangen werden. Dabei soll eine Nutzer- sowie Kinder- und Jugendbeteiligung stattfinden. Dafür hat das Team der städtischen Kinder- und Jugendförderung unter dem Motto „Deine Freizeit – Du kannst mitbestimmen“ einen Fragebogen entwickelt. Dabei geht es zum einen allgemein um das Thema Freizeit, aber eben auch konkret um die Wünsche für den Skate- und Jugendpark. Zum Beispiel fragt das Team der Kinder- und Jugendförderung nach gewünschten Elementen wie Curbs, Banks oder Stairs, die bei einer Skate- oder Parkouranlage nicht fehlen dürfen. Aber auch die Fragen zu einer möglichen Pumptrack-Anlage und auch Verbesserung des bestehenden Bolzplatzes spielen eine Rolle.

Den Fragebogen stellte Kai Hennig mit dem Team der Kinder- und Jugendförderung beim Ortstermin vor. In Kooperation mit den Obertshausener Schulen wird der Fragebogen an die Kinder und Jugendlichen verteilt. Außerdem steht die Umfrage auf der städtischen Homepage unter dem Menüpunkt „Aktuelles“ und dort unter „Kinder- und Jugendförderung“ zum Download bereit. Die ausgefüllten Fragebogen werden dann in den Schulen eingesammelt oder können in den Briefkasten der Kinder- und Jugendförderung am Rathaus Beethovenstraße (Seiteneingang gegenüber des Rewe Getränkemarkts) eingeworfen werden. Der ausgefüllte Fragebogen kann auch als pdf an [email protected] gesendet werden.

Gespannt sind Bürgermeister Manuel Friedrich, das Team der Kinder- und Jugendförderung sowie Corinna Pestka, die bei der Stadtverwaltung Ansprechpartnerin für Spiel- und Bolzplätze ist, auf die Antworten und Wünsche der Kinder und Jugendlichen. „Beteiligung finde ich bei diesem Projekt wichtig“, sagt Friedrich. Die Stadtverwaltung geht davon aus, dass es dort bestimmt viele Wünsche der Kinder und Jugendlichen geben wird, die die eingespielte Spendensumme übersteigen werden. Auch spielen derzeitige Kostensteigerungen im Baubereich eine große Rolle, die einkalkuliert werden. „Deshalb rufe ich bis Ende 2022 ein neues Spendenziel von 300.000 Euro aus, um für viele Eventualitäten vorbereitet zu sein“, verkündet der Bürgermeister. So können noch weitere unterjährige Unterstützer eine Spende leisten. Wer den Skate- und Jugendpark finanziell unterstützen möchte, kann dies weiterhin unter IBAN: DE74506521240003016169, BIC: HELADEF1SLS, Kontoinhaber: Stadtkasse Obertshausen, Verwendungszweck: „Spende Skate- und Jugendpark“ tun.

Auch weitere Aktionen aus der Bürgerschaft oder von Vereinen sind möglich. Beispielsweise können sich auch Veranstalter von Festen, die noch ein Spendenziel für einen guten Zweck suchen, an die Stadt wenden.

Quelle: Stadt Obertshausen