• Frequenzen: 100,4 & 99,4 & 90,8
  • Tel 06021 – 38 83 0
  • Kontakt

On Air

Jetzt anhören
Anzeige

Tödlicher Brückensprung in Wörth - grausame Details

Topnews
07.11.2022, 09:01 Uhr in Kreis Miltenberg
0711 alex steinmueller woerth prozess
Alex S.

WÖRTH. Der Mann, der im Februar in Wörth in den Main gesprungen ist, hat vor seinem Ertrinkungstod offenbar ein wahres Martyrium erlebt. Das geht aus der Anklageschrift der Aschaffenburger Staatsanwaltschaft vor, die Radio Primavera jetzt vorliegt. In dieser Woche soll der Mord-Prozess um den tödlichen Brückensprung von Wörth beginnen. Der angeklagte 35-Jährige war früher Boxsportler und saß bereits in der JVA in Strietwald. Dort lernte er auch den Mann kennen, den er nach Überzeugung der Ermittler in den Tod getrieben hat. Es ging um Geld und um vermutete Nebenbuhlerei. In der Nacht auf den zwölften Februar wollte der Ex-Boxer seinem ehemaligen Zellengenossen in Wörth eine Abreibung erteilen. Offenbar so brutal und kaltherzig, dass der 31-Jährige am Ende keinen Ausweg mehr sah. Schwer am Auge verletzt, nach Luft schnappend und völlig unterkühlt hing er in der Dunkelheit am Brückengeländer im Angesicht seines Peinigers, der ihn aufforderte, zu springen. Dann ließ er los und verschwand in den Fluten. Die Staatsanwaltschaft weiß das alles deshalb so genau, weil der Angeklagte davon ein Video auf seinem Handy gemacht hat.

Mehr zum Thema

081122 Woerth Bruecke 1
Eisenbahnbrücke beim Wörther Friedhof