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Ukraine-Krieg: Kreis Miltenberg warnt vor Kriminellen

07.03.2022, 12:45 Uhr in Ukraine
Miltenberg Landratsamt 02

KREIS MILTENBERG. Im Landkreis Miltenbergwie in ganz Deutschlandläuft derzeit eine große Hilfsaktion für die Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine an. Das ruft leider auch Kriminelle auf den Plan, die versuchen, die aktuelleLage auszunutzen und mit Phishing-Mails versuchen, Zugangsdaten abzugreifen. DasBundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) gehtzurzeitvon einer erhöhten Bedrohungslagefür Deutschland ausund rät zu erhöhter Wachsamkeit.

Dem BSI zufolge sind bereits Betrugsversuche aufgefallen wie etwa bei Spendenaufrufen. So sind derzeitzahlreiche E-Mails mit Spendenaufrufen im Umlaufgrößtenteils Phishing-Versuche von Kriminellen, die die große Hilfsbereitschaft aufgrund des Russland-Ukraine-Konflikts ausnutzen wollen.Empfohlen wird deshalb, bei Spendenaufrufen per E-Mail skeptisch zu sein und sich stattdessen bei seriösen Hilfsorganisationenzu informieren. Auch wird ingefälschten E-Mails unterschiedlicher Banken die Deaktivierung des Bankkontos in Folge von Sanktionen gegen Russland angekündigt.Sowird behauptet, dass Finanzdienstleister aufgrund der aktuellen Situation zur Einhaltung von Sanktionen verpflichtet seien und daher eine Verifikation der Daten notwendig sei.Hiergilt weiterder Grundsatz, dass Banken solche Informationennieper E-Mail senden würden.Deshalb nie den Aufforderungen in diesen Mails folgen!

Sicherheitsforscher warnen darüber hinaus vor Phishing-Kampagnen auf Organisationen und Behörden, die versuchen,ukrainischen Flüchtlingenzu helfen. So wurden überein kompromittiertes persönliches E-Mail-Konto eines Mitglieds der ukrainischen Streitkräfte gezielte Phishing-Angriffe an europäische Regierungsmitarbeiter gesendet, die mit der Verwaltung der Hilfe fürukrainische Flüchtlinge vor der russischen Invasion betraut sind. Die Betreffzeile verweist auf den Notstand in der Ukraine. Als Anlage enthält die E-Mail eine Datei mit Schadsoftware. Wichtig:Wer solche Mails erhält, darf keinesfalls auf einendarinenthaltenen Link oder einen Dateianhang klicken oder persönliche Daten eingeben. Die E-Mail sollte sofort gelöscht werden. Das BSI informiert auf seiner Internetseitewww.bsi-fuer-buerger.de, wie man gefälschte E-Mails erkennen kann.

Quelle: Kreis Miltenberg