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Ukrainehilfe: Rund 210 Geflüchtete im Main-Kinzig-Kreis registriert

08.03.2022, 13:40 Uhr in Ukraine
080322 MKK Ukrainehilfe D Kae

MAIN-KINZIG-KREIS. Über das Wochenende und am Montag sind in nahezu alle Städte und Gemeinden des Main-Kinzig-Kreises weitere Geflüchtete aus der Ukraine gekommen. Parallel dazu haben sich viele von ihnen bereits gemeldet – für das Stadtgebiet Hanau ist die Stadt Hanau zuständig, in den anderen 28 Städten und Gemeinden der Main-Kinzig-Kreis. Das Melden geht im Kreisgebiet ganz einfach zu jeder Tag- und Nachtzeit online auf der Seite www.mkk.de (Ukrainehilfe MKK) über ein bereitgestelltes Formular. „Wir geben den Menschen die Zeit, die sie nach ihrer Ankunft brauchen. Wir wollen nicht mit Bürokratie kommen, wo Ruhe und Versorgung erst mal wichtiger sind“, erklärt Landrat Thorsten Stolz. „Wir brauchen aber diesen niedrigschwelligen wie notwendigen Kontakt, um unsere weitere Hilfe auf den Weg zu bringen.“ Seit Montag sind sämtliche Informationen zur Ukrainehilfe MKK auch auf Englisch abrufbar.

Mittlerweile haben sich 210 Menschen, vorwiegend Frauen und Kinder, über diesen Weg beim Landkreis gemeldet. Ein Beispiel vom Wochenende zeigt die Notwendigkeit des Meldens. Nach der Kontaktaufnahme mit dem Main-Kinzig-Kreis stellte sich im direkten Austausch schnell heraus, dass die Person, die sich gemeldet hatte aufwändige medizinische Hilfe benötigt. Diese wird nun über den Kreis organisiert. Susanne Simmler, zuständige Dezernentin sowohl für Ordnung und Sicherheit als auch für Gesundheit, betont deshalb, „wie wichtig es ist, dass wir Kenntnis darüber haben, wer wo untergebracht ist, auch wenn die sonstige private Betreuung geklärt ist“: „Der Main-Kinzig-Kreis verfügt über starke Netzwerke und Wege, auch im medizinischen Bereich. Wir stehen darüber hinaus im Kontakt mit vielen Verbänden und Arbeitskreisen. Wir können die losen Fäden verbinden, wenn es nötig ist. Da bittet niemand um etwas, was ihm nicht zusteht, sondern es geht darum, das Ankommen und das Zur-Ruhe-Kommen auch zu ermöglichen. Das geht nicht ohne notwendige medizinische Versorgung und das geht nicht gänzlich ohne Geld“, so Susanne Simmler.

Der Main-Kinzig-Kreis bittet darum, dass bei der ersten Meldung direkt das Onlineformular verwendet wird, das auf der Kreishomepage zu finden ist (www.mkk.de, Ukrainehilfe MKK). Das erleichtert den anschließenden Kontakt, auch wenn es um Fragen der Wohnung oder der Versorgung geht. Alle grundlegenden Informationen zur Hilfe sowie die häufigsten Fragen am Ukrainehilfe-Telefon sind seit Montag auch auf Englisch auf der Webseite des Kreises abrufbar. Damit soll all jenen eine Brücke gebaut werden, die mit der deutschen Sprache Probleme haben, aber vor Ort Hilfe brauchen oder sich aus der Ferne über die Hilfe im Kreisgebiet informieren wollen. Wer absehbar Menschen aus der Ukraine im Main-Kinzig-Kreis erwartet, kann dies per Mail ankündigen an [email protected] Dabei sollten allerdings wichtige Angaben enthalten sein: Um wie viele Personen handelt es sich? Ist eine Taxifahrt erforderlich? Ist eine ärztliche Notversorgung erforderlich? Ist akut eine Übersetzung vom Ukrainischen ins Deutsche erforderlich? Sind Kinder mit dabei, ganz gleich welchen Alters?

Landrat Thorsten Stolz führt ein weiteres Beispiel vom Wochenende an, bei dem zwar ein Bürger des Main-Kinzig-Kreises kurzfristig das Ankommen mehrerer Menschen aus dem Konfliktgebiet angekündigt, aber weder eine Telefonnummer hinterlassen noch auf die dann eben schriftlich erfolgten Hilfsangebote des Kreises reagiert habe, erklärt Landrat Stolz. „Es ist sicher das gemeinsame Interesse aller, dass wir direkt bei der Ankunft Informationen geben und Hilfe leisten können. Dafür benötigen wir diese Meldung, auch wenn es verständlicherweise nicht der erste Gedanke ist, den die Menschen bei ihrer Einreise haben“, so Stolz.

Quelle: Main-Kinzig-Kreis