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Unterfränkische Sparkassen: "Stabil und zuverlässig"

04.05.2022, 19:48 Uhr in Lokales
111119 Sparkassen Eroeffnung

ASCHAFFENBURG. „Das Jahr 2021 war geprägt von großen Herausforderungen für alle Menschen und Unternehmen. Die Corona-Pandemie hielt die Welt im Klammergriff und hatte auch auf die Geschäfte der Sparkassen große Auswirkungen. Gleichzeitig sorgten die anhaltenden Niedrig- und Negativzinsen und die enormen regulatorischen Anforderungen dafür, dass auch abseits der Pandemie das Marktumfeld für die Banken und Sparkassen nicht einfacher wird“, betonte Landrat Bold, der Bezirksverbandsvorsitzende der unterfränkischen Sparkassen anlässlich der jährlichen Mitgliederversammlung.

„In Anbetracht dieser anspruchsvollen Rahmenbedingungen fällt der Blick auf das zurückliegende Jahr für die unterfränkischen Sparkassen zufriedenstellend aus. Wir konnten unser Jahresergebnis verbessern und in vielen Bereichen die Marktführerschaft in der Region halten oder ausbauen“ fasst Jürgen Schäfer, Obmann des Sparkassen-Bezirksverbandes Unterfranken, auf der diesjährigen Mitgliederversammlung das abgelaufene Jahr zusammen. Dies schlägt sich in einer deutlich gewachsenen Bilanzsumme, per 31.12.2021 kumuliert 26,9 Mrd. Euro (+5,2%) und einem zufriedenstellenden Jahresergebnis von 21,8 Mio. Euro nieder.

Die zu Jahresbeginn optimistischen Erwartungen zur wirtschaftlichen Erholung im Jahr 2022 wurden allerdings durch den Angriffskrieg Russlands in der Ukraine jäh gedämpft. Dies bedeutet für alle, auch für die regionalen Sparkassen, dass wir in diesem Jahr politisch, aber auch wirtschaftlich und gesellschaftlich erneut vor immense Herausforderungen gestellt werden.

Deutliche Steigerungen bei Kreditausreichungen und Kreditbestand

Als Motor der heimischen Wirtschaft bleiben die regionalen Sparkassen die wichtigsten Finanzierungspartner für Menschen und Unternehmen in ihrem Geschäftsgebiet. Die Corona-Pandemie belastet viele Gewerbetreibende und sorgt für verstärkten Beratungsbedarf in finanziellen Angelegenheiten. Die Mitarbeitenden der Sparkassen sind vor Ort und kennen die Kunden sowie deren Verhältnisse – deshalb können sie auch in schwierigen Zeiten unmittelbare Finanzierungshelfer sein.

Der Gesamtbestand der Ausleihungen aller unterfränkischen Sparkassen erhöhte sich um 1,1 Mrd. Euro (+7,1%) auf 16,3 Mrd. Euro. Mit insgesamt 3.257 Mio. Euro konnten noch einmal 209 Mio. Euro mehr an neuen Krediten als in 2020 vergeben werden. Wesentliche Treiber dabei sind Förderkredite und private Wohnungsbaukredite. „Die Sparkassen tun alles, um möglichst vielen Menschen in verantwortungsvoller Weise den Weg in die eigenen vier Wände zu ermöglichen. Das hohe Volumen an Wohnungsbaukrediten ist ein sehr erfreuliches Ergebnis“, so Schäfer.

Große Zuwächse bei den Kundeneinlagen

Das Einlagengeschäft der unterfränkischen Sparkassen wuchs erneut und war damit Ausdruck eines unverändert hohen Kundenvertrauens. Zum Jahresende summierte sich der Bestand der Kundeneinlagen auf 20,6 Mrd. Euro, 1,9 % mehr als zum Vorjahresende. „Die Einlagen der Kundinnen und Kunden sind auch im zweiten Pandemie-Jahr 2021 gestiegen, jedoch nicht mehr so deutlich wie im Jahr 2020“ berichtet Landrat Thomas Bold. „Es ist den Sparkassen gelungen ihre Kundinnen und Kunden stärker vom Wertpapiergeschäft zu überzeugen. Der Nettoabsatz war mit 687 Mio. Euro rund 63% höher als im Vorjahr. Das ist ein großer Erfolg für die Wertpapierkultur in unserer Region.“ Durch das Wertpapiersparen ist es für die Breite der Bevölkerung möglich, langfristig am volkswirtschaftlichen Wertzuwachs teilzuhaben, auch wenn an den Kapitalmärkten angesichts des Kriegs in der Ukraine derzeit starke Schwankungen sichtbar sind.

Zuverlässiger Arbeitgeber mit guten Perspektiven

Gut ausgebildete und motivierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind der Schlüssel zum Erfolg jeder Sparkasse. Sie helfen Menschen mit Leidenschaft, ihr Leben finanziell bestmöglich zu gestalten und geben anonymen Finanzdienstleistungen ein sympathisches Gesicht. Zudem engagieren sich viele auch in ihrer Freizeit ehrenamtlich in der Region. Die unterfränkischen Sparkassen zählen mit 3.921 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern (-5,0% zum 31.12.2020) zu den großen Arbeitgebern in der Region und bieten auch in besonderen Zeiten ihren Mitarbeitenden einen sicheren Arbeitsplatz. Ein leistungsstarkes und engagiertes Team, das sich stetig wachsenden Herausforderungen im Berufsalltag stellt, sorgt für zufriedene Kundschaft.

Beitrag zum Wohlstand in den Regionen

Die unterfränkischen Sparkassen leisten auf vielfältige Weise einen messbaren volkswirtschaftlichen Beitrag für die Region. Dazu zählen Gehälter und Sozialabgaben, Investitionen, Steuern und Abgaben sowie die Nachfrage nach Waren und Dienstleistungen, die zu einem überwiegenden Teil in der Region bezogen werden. Seit der Gründung gehört es zum Selbstverständnis der Sparkassen, auch in Form von Spenden und Sponsoring zum Wohl der Bevölkerung in ihrem Geschäftsgebiet beizutragen. Im Jahr 2021 wurden insgesamt 3,95 Mio. Euro für soziale Projekte, Kunst, Kultur, Bildung und Sport in Form von Spenden und Sponsoring bereitgestellt. „Die Fördermittel wurden damit im Vergleich zum Vorjahr um rund 7,5% erhöht. Vor allem die Unterstützung von Institutionen, die durch die Corona-Pandemie besonders beeinträchtigt waren, war richtig und ungemein wichtig“ betont Landrat Bold.

Gemeinsam für mehr Nachhaltigkeit

Nachhaltigkeit hat sichtbar an gesellschaftlicher Bedeutung gewonnen und wird in den kommenden Jahren zu einem wesentlichen Wettbewerbsfaktor für die Sparkassen, aber auch für jedes andere Unternehmen. Die Sparkassen übernehmen seit jeher Mitverantwortung für die Entwicklung in den Städten und Landkreisen. Für die Sparkasse ist der Begriff Nachhaltigkeit kein Modewort, sondern Nachhaltigkeit ist für sie Verpflichtung.

Die Sparkassen verfolgen das Ziel, den CO2-Ausstoß sukzessive in Richtung Klimaneutralität zu reduzieren. Wesentlich größere Bedeutung haben die Sparkassen allerdings in ihrer Rolle als Finanzierer beim ökologischen Umbau der regionalen Wirtschaft. Dieser notwendige Umbau zu einer klimafreundlichen und nachhaltigen Realwirtschaft erfordert enorme Investitionen auch bei den kleinen und mittelständischen Unternehmenskunden. Die Sparkassen sorgen für die zielgenaue und reibungslose Finanzierung und setzen weitere Anreize für nachhaltig ausgerichtete Investitionen, indem sie entsprechende öffentliche Förderprogramme der staatlichen Förderbanken LfA und KfW einbinden.

„Und auch in der Geldanlage gewinnt das Thema Nachhaltigkeit zunehmend an Bedeutung“ berichtet Schäfer aus der Praxis. „Das Angebot an nachhaltigen Anlageprodukten wird in den Sparkassen immer weiter ausgebaut und von unseren Kundinnen und Kunden sehr gut angenommen. Die Investitionen in nachhaltige Anlagen nehmen rasant zu.“

Jahresergebnis 2021 – Ausblick 2022

Das vergangene Jahr war erneut geprägt von vielen Veränderungen und Herausforderungen in den Themenfeldern Niedrigzinsumfeld, Nachhaltigkeit, Regulatorik und Digitalisierung. Zudem stand über allem die Corona-Pandemie. In diesem Umfeld waren und sind die Sparkassen verlässliche und stabile Partner für Kunden, Geschäftspartner und Mitarbeitende. Innerhalb dieser Rahmenbedingungen ist es den unterfränkischen Sparkassen mit großem Engagement gelungen, einen Jahresüberschuss von 21,8 Mio. Euro zu erzielen, knapp 10% mehr als im Vorjahr.

„Das Geschäftsmodell der Sparkassen hat sich auch 2021 trotz eines schwierigen und teilweise nervösen Umfelds wieder bewährt und es ist aktueller denn je, denn gerade in angespannten Zeiten wie der Corona-Pandemie und der Ukraine-Krise sind regionale Strukturen und Partnerschaften von großer Bedeutung. Dabei sind Sparkassen – unabhängig von allen politischen Diskussionen – vor allem verlässliche, zukunftsorientierte Finanzdienstleister und regionale Partner für die Menschen vor Ort. Das war bisher so und wird auch in Zukunft so bleiben“ verspricht Landrat Thomas Bold.

Quelle: Sparkasse Aschaffenburg-Alzenau