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Vater des Attentäters von Hanau steht heute vor Gericht

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06.10.2021, 10:03 Uhr in Gericht
061021 Symbolbild Gericht Prozess

Update 19:00 Uhr: Der Vater des Hanauer Attentäters ist zu 90 Tagessätzen á 60 Euro verurteilt worden.

Update 18:50 Uhr: Die Richterin hat sich jetzt zu einer Urteilsfindung zurückgezogen.

Update 17:30 Uhr: Zwei Zeugen sind vernommen worden. Es handelt sich dabei um Polizeioberkommissare. Sie waren verantwortlich für die Bearbeitung der Strafanträge der Geschädigten. Die Zeugen hat der 74-Jährige immer wieder unterbrochen und unnötige Fragen gestellt. Ein psychologischer Gutachter kam zu dem Schluss, dass der Angeklagte unter einer wahnhaften Störung leidet. Vermutlich war das Attentat letztes Jahr der Auslöser. Das psychische Gutachten hat allerdings nichts mit den Anklagen der Beleidigung zu tun - das hänge mit rechtsextremem Gedankengut zusammen. Jetzt hat der Angeklagte Befangenheitsanträge gegen die Richterin gestellt. Die Beweisaufnahme ist somit abgeschlossen.

Update 13:45 Uhr: Der Angeklagte wollte keine Angaben zu seinen Personalien machen und keine Stellung zu den Beschuldigungen nehmen. Ihm wird zum Ersten vorgeworfen, Angehöriger der Attentatsopfer rassistisch als „wilde Fremde“ beleidigt zu haben im Dezember letzten Jahres bei einer antirassistischen Demonstration. Des Weiteren soll er das SEK Hessen als „Terrororganisation“ bezeichnet haben und Oberbürgermeister Claus Kaminsky als „großmäulig“ beschimpft haben. Außerdem wirft er ihm „Wählertäuschung“ vor.
Der Angeklagte hat mehrere Strafanträge gestellt, redet dabei oft von „Deutscher Rasse“ und „Fremde“. Er bestreitet die Tat seines Sohnes im Februar 2020 und stellt Strafanträge an Unbekannt - wegen Tötung seines Sohnes und seiner Ehefrau sowie deren Einäscherung und damit die Vernichtung der Beweise.

UPDATE 11:15 Uhr: Polizei bringt den Angeklagten persönlich zur Gerichtsverhandlung in den Congress Park Hanau.

UPDATE 9:15 Uhr : Am Hanauer Amtsgericht ist der Prozess gegen den Vater des Attentäters von Hanau direkt nach Beginn unterbrochen worden. Der 74-Jährige ist nicht zum Prozessauftakt erschienen. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft soll er nun von der Polizei persönlich zum Gericht gebracht werden.+++

HANAU. Am Hanauer Amtsgericht startet um 9 Uhr der Prozess gegen den Vater des Attentäters von Hanau. Der 74-Jährige muss sich wegen Beleidigung in mehreren Fällen verantworten. Er soll etwa Teilnehmende einer Mahnwache, darunter Überlebende des Anschlags und Angehörige der Ermordeten, rassistisch beleidigt haben.
Laut Staatsanwaltschaft hat der sie mehrfach als „wilde Fremde“ bezeichnet.

Außerdem habe er auch den Hanauer Oberbürgermeister Claus Kaminsky scharf angegangen. Er beleidigte ihn als „großmäulig“ und warf ihm unter anderem Wählertäuschung vor, so die Anklage. Der Sohn des Angeklagten Tobias R. hat im Februar 2020 neun Menschen mit Migrationshintergrund ermordet. Anschließend tötete er seine Mutter und sich selbst.