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Liora Hilb: remembeRING. Besser ist, wenn du nix weißt.

vor 7 Tagen in Bildung

Jenny Hilb, die Großmutter der Schauspielerin und Theatermacherin Liora Hilb, wurde 1943 von den Nazis in Auschwitz umgebracht. Ihr gehörte einmal ein Ring, dessen Geschichte in remebeRING erzählt wird. Er gelangte aus Ulm auf geheimnisvolle Weise nach Tel Aviv, ob über die Stationen Theresienstadt und Auschwitz bleibt wohl für immer ein Rätsel. Heute befindet er sich in Lioras Besitz in Frankfurt. Sein Weg spannt einen Bogen über das Schicksal dreier Generationen einer jüdisch/deutschen Familie.

Darstellerin Liora Hilb macht das Lebenszeugnis ihrer Großmutter berühr- und erlebbar, indem sie u.a. Fotografien und Habseligkeiten ihrer Vorfahrin in eine dichte Theaterperformance einbindet. Jenny Hilbs Geschichte geht somit in den Erzählkanon des kollektiven Bewusstseins ein. Der Text des Stückes basiert zum einen auf familiären Überlieferungen, zum anderen auf Gesprächen mit Jugendlichen über ihre Sicht auf die Shoah. Durch dieses Vorgehen wird gleichzeitig thematisiert, wie jüdisches Leben in Deutschland aktuell wahr- und angenommen wird.

Im Anschluss an das Stück findet eine Podiumsdiskussion statt. Mit:

Liora Hilb

Manfred Levy

Anamaria Börner

Der ehemalige Schulleiter Manfred Levy ist heute vorwiegend in beratenden sowie pädagogischen Positionen tätig, so schult er beispielsweise Lehrkräfte an allgemeinbildenden Schulen zur Vermittlung jüdischer Themen im Unterricht. Des Weiteren ist er Mitarbeiter in der Bildungsabteilung des Zentralrats der Juden in Deutschland, pädagogischer Berater für verschiedene Jüdische Museen in Europa sowie Leiter des Bereichs Bildung im Jüdischen Museum Frankfurt.

Anamaria Börner M.A., geboren 1986, hat Soziologie und Politikwissenschaften an der Universität Freiburg und Soziale Arbeit an der Frankfurt University of Applied Sciences studiert. Ihre Schwerpunkte sind politische Bildungsarbeit mit dem Fokus Antisemitismus und Rassismus. Sie wurde für den Johanna-Kirchner-Preis nominiert. In ihren Arbeiten beleuchtet sie Formen der Erinnerung an die Shoah an der Schnittstelle von Wissenschaft und Kunst.

Eintritt ist frei