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Damit an Heiligabend keiner allein bleibt…

17.12.2023, 06:00 Uhr in PrimaSonntag
KW50 Weihnachten

BAYER. UNTERMAIN (jm). Heiligabend ist ein Fest der Familie und ein Ort der Zusammenkunft. Dabei vergessen die meisten schnell, was dieses Erlebnis jedes Jahr aufs Neue für ein Privileg ist. Zu viele Menschen müssen den 24. Dezember ohne Dach über dem Kopf oder ohne Familie verbringen. PrimaSonntag stellt drei wohltätige Weihnachtsveranstaltungen in der Region vor.

Kinder, Junge und Alte

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„Es ist eine Herzensangelegenheit“, schwärmt Saskia Braun, Koordinatorin des Heiligen Abend im Martinushaus in Aschaffenburg. Die Weihnachtsfeier dort hat große Tradition, immerhin findet sie schon seit mehr als 40 Jahren statt. „Zu uns kommen Bedürftige und einsame Menschen, dazu sind auch viele Kinder da. Es gibt ein leckeres Festtagsessen mit einem Nachtisch. Man wird bedient und die Menschen können sich einfach mal wohlfühlen.“ Dabei kann sie auf ein breit aufgestelltes Team an jahrelangen ehrenamtlichen Helfern zurückgreifen. „Beide Seiten freuen sich auf den Tag. Die einen freuen sich, etwas zu geben, die anderen etwas zu bekommen.“ In den letzten Jahren stellt Saskia Braun allerdings eine gestiegene Nachfrage fest. „Wir waren schnell ausgebucht und haben viele Menschen auf der Warteliste.“ Geldspenden können mit dem Vermerk „Heiligabend“ direkt auf das Konto/IBAN DE56 7955 0000 0000 0134 58 bei der Sparkasse Aschaffenburg-Alzenau überwiesen oder persönlich im Martinushaus abgegeben werden. Bei Sachspenden wird um Rücksprache gebeten.

Viele Geschichten an einem Platz

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Eine langjährige Tradition ist Heiligabend im Café Grenzenlos in Aschaffenburg. „Wir haben ungefähr 40 Gäste“, erklärt Erika Nickel, Projektleiterin im Café Grenzenlos. „Anfangs ist es ein reines Zusammenkommen, dann gibt es Vorspeise, Hauptspeise und Nachspeise.“ Die Weihnachtsfeier richtet sich hauptsächlich an bedürftige und arme Menschen. „Ganz speziell an Menschen, die ansonsten an Heiligabend alleine wären, weil sie keine Verwandten und Bekannten haben.“ Und jeder hat seine eigene Geschichte. „Es sind viele Stammgäste in unserem Café und wir sehen das als Zusammenkunft.“ Das Ganze kostet natürlich einiges an Geld. „Grenzenlos braucht immer Spenden, gerade in diesen Zeiten. Diese Veranstaltung wird durch die Menschen in und um Aschaffenburg finanziert.“

Heiligabend auf der Straße

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„Wenn Bedarf und Interesse besteht, werden wir ein Essen zum Mitnehmen ausgeben“, berichtet Ulla Kunkel-Kolb, Ehrenamtskoordination der Bahnhofsmission in Aschaffenburg. Das gab es auch schon in den vergangenen Jahren, richtet sich aber immer nach der Nachfrage und steht zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht fest. „Am letzten Heiligabend waren es so zwischen 20 und 30 Portionen. Zu uns kann jeder kommen, der Interesse hat.“


Die Miltenberger Organisationen haben aufgrund der jetzt schon enormen Nachfrage von einer Berichterstattung abgesehen.