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A´burger Eintracht-Urgestein Rudi Bommer beim Legends Cup

17.01.2026, 06:00 Uhr in PrimaSonntag
Rudi Bommer

ASCHAFFENBURG/MÜNCHEN (jg). Über 400 Bundesligaspiele, zwei DFB-Pokal Siege, vier Aufstiege als Trainer und eine olympische Bronzemedaille in seiner aktiven Laufbahn: Aschaffenburger Eintracht-Legende Rudi Bommer hat eine bemerkenswerte Karriere hingelegt - und ist noch lange nicht fertig! Der 68-Jährige steht diesen Sonntag am Seitenrand der Frankfurter Eintracht - beim Legends Cup in München! Was er dort genau macht, auf wen er sich am meisten freut und wie er die Entwicklungen der Vereine am Bayerischen Untermain einschätzt, hat er uns im Exklusiv-Interview verraten.

Herr Bommer, welche Funktion werden Sie denn beim Legends Cup in München für die Eintracht übernehmen? Wird man Sie auch auf dem Spielfeld sehen?
„Ich bin dort unter anderem als Trainer der Legends-Mannschaft und als Experte vor Ort. Das Spiel wird auch übertragen und ich werde als Ex-Profi noch mitkommentieren. Das sind meine Aufgaben - mit ‚Seppl‘ Rode (ehemaliger Eintracht-Spieler) zusammen. Er kann auch noch nicht auf dem Platz stehen, weil er erst operiert worden ist. Und da ich in meinem Alter noch nie operiert werden musste, werde ich auch nicht aktiv auf dem Spielfeld stehen.“

Wie sieht denn die Vorbereitung aus? Wer spielt mit?
„Ich hoffe ja, dass die Jungs, die auf dem Spielfeld stehen, erstmal fit sind! So Spieler wie Hasebe haben ja auch noch bis vor kurzem gespielt. Alex Meier ist dabei, Ervin Skela auch…und ich bin mal gespannt, ob Charly Körbel auf dem Platz stehen wird. Er hatte es sich vorgenommen, vielleicht mal die eine oder andere Minute auf dem Platz zu stehen, obwohl er drei Jahre älter ist als ich. Man muss natürlich sagen, dass das Spiel in der Halle stattfindet und es dadurch ganz andere Bedingungen als draußen auf dem freien Platz hat. Das Abstoppen ist zum Bespiel ganz anders. Und dann noch gegen Mannschaften wie Juventus Turin, Borussia Dortmund oder Real Madrid zu spielen – das ist schon anspruchsvoll!“

Haben Sie denn eine Lieblingserinnerung, wenn Sie an Ihre Profikarriere denken?
„Ja, da gibt es ein Spiel, mit dem werden wir ja bis heute noch verknüpft. Das war mit Bayer Uerdingen gegen Dresden, das war das 7-3. Das ist von den Journalisten auch als Jahrhundertspiel gewählt worden. Vorher hatten wir im Europapokal 2-0 verloren und lagen bei dem Spiel 1-3 zurück. Am Ende haben wir dann mit 7-3 gewonnen! Das war natürlich ein sehr besonderes Spiel, weil es damals auch Ost gegen West war.“

Was macht ein Rudi Bommer denn sonst so heutzutage? Ist Ihr Alltag eher ruhig oder turbulent?
„Ein wenig ruhiger ist es geworden, aber langweilig wird mir nicht! Ich bin schon noch viel unterwegs. Etwa dreimal im Jahr bin ich außerdem noch beim Doppelpass mit Basler und Co. und ab April beginnt ja auch wieder die Fußballschule. Dazu kommen noch die Spiele mit der Tradi-Mannschaft in ganz Hessen. Außerdem habe ich zwei Enkelkinder. Meiner zweijährigen Enkelin versuche ich gerade das Fahrradfahren beizubringen.“

Auch bei der Viktoria sind Sie eine wahrhafte Legende. Wie schätzen Sie denn die aktuelle Entwicklung der Weiß-Blauen ein?
„Ich finde es erstmal positiv, dass Felix Magath das bei der Viktoria macht und dass er sich auch regional damit einbringt. Ich habe mich schon mit ihm unterhalten – wir beide sind derselben Meinung. Alle Jahrzehnte kommen immer gute Fußballer hier aus dem Raum Aschaffenburg, gerade von der Viktoria. Und von daher würde ich mir natürlich auch wünschen, dass wesentlich mehr Kinder jetzt wieder Sport treiben.“

Welchen Appell hätten Sie denn an die restlichen Vereine?
„Ich würde mir wünschen, dass gerade die ganzen umliegenden Vereine eine Art kleine Kooperation mit der Viktoria eingehen - also Schweinheim, Strietwald, Nilkheim, die kleinen Vereine ringsherum…da sind wir ja auch alle hergekommen! Egal ob das Daniel Baier, Marcel Schäfer oder jetzt der Lennart Karl ist. Wir sind alle über die Viktoria gegangen. Wenn unsere Vereine da mehr miteinander arbeiten würden, wäre das super!“

So tickt Rudi Bommer

Strand oder Skipiste?

Das ist eine schwere Frage - ich mag beides gerne! Aktuell würde ich aber den Strand bevorzugen.

Was ist der beste Moment des Tages für Sie? Ist es der Kaffee am Morgen oder der Kuchen am Nachmittag?

Der Kaffee am Morgen ist nicht zu schlagen.

Teamplayer oder ein Einzelkämpfer?

Ich war schon immer ein Teamplayer – sowohl auf dem Feld als auch im Leben. Ich passe den Ball gerne ab…selbst wenn ich das Tor hätte selbst machen können.

Ordnung oder Chaos?

Ordnung. Ganz klar.

Lieber auf dem Feld oder an der Seitenlinie?

Da muss ich sagen, habe ich beides sehr gerne gemacht. Aber ich bin ehrlich, ich stehe tendenziell doch etwas lieber auf dem Platz.