Kahler Eisvogel bei der Ansitzjagd

KAHL (mg). Ein Eisvogel bei der Ansitzjagd - diesen tollen Moment hat Sina Jakoby in Kahl festgehalten. Der Eisvogel ist auf der Suche nach kleinen Fischen, Wasserinsekten und deren Laven, aber auch Kleinkrebse und Kaulquappen stehen auf seinem Speiseplan. Er kann Fische bis neun Zentimeter Länge fangen und verschlingen – bei langestreckten und dünnen Arten auch teilweise bis zu einer Körperlänge von zwölf Zentimeter.
Bei der Ansitzjagd oder auch Stoßtauchen genannt, sitzt der Vogel ruhig auf einem Ast oder Stein und beobachtet aufmerksam das Wasser. Sieht er ein potenzielles Beutetier stößt er schnell kopfüber ins Wasser - schnappt zu und kehrt samt Beute meist wieder zu seinem Ansitz zurück. Dabei bleiben seine Augen unter Wasser geöffnet und werden durch das Vorziehen der Nickhaut geschützt. Meistens dauert so ein Jagdversuch nicht länger als zwei bis drei Sekunden – nicht immer ist der Eisvogel dabei erfolgreich. Hat er etwas gefangen, verschlingt er kleinere Beute direkt – größere Fische werden tot geschüttelt oder auf einen Ast oder Stein geschlagen. Dabei schluckt er die Fische wegen den Schuppen mit dem Kopf voran und in einem Stück. Unverdauliches, wie Fischgräten oder Insektenreste würgt er ein paar Stunden später als Gewölle wieder raus. Auffällig ist auch sein prächtiges Gefieder – damit ist er in der Natur perfekt getarnt. Für Angreifer von oben sieht er blau aus, wie das Wasser, welches er überfliegt und für seine Beute von unten rotbraun, wie die Erde am Flussufer.