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1,3 Millionen Euro für Instandsetzung der Mildenburg

08.04.2022, 10:50 Uhr in Lokales
080422 Miltenberg St M Blume und Md L Rueth

MILTENBERG/MÜNCHEN. Kunstminister Markus Blume gibt Fördermittel für Sanierung des unterfränkischen Baudenkmals bekannt – Blume: „mittelalterliches Wahrzeichen des Untermains“

Die Sanierung des zweiten Bauabschnitts der Mildenburg in Miltenberg wird mit 1.300.000 Euro aus dem Entschädigungsfonds unterstützt. Das gab Kunstminister Markus Blume in München bekannt. „Die Mildenburg gilt als mittelalterliches Wahrzeichen des Untermains. Malerisch eingebettet zwischen den Hügeln von Spessart und Odenwald thront sie hoch über der historischen Stadt Miltenberg. Ich freue mich sehr, dass wir dieses bedeutende Zeugnis mittelalterlicher Baugeschichte und Wehrtechnik mit Mitteln aus dem Entschädigungsfonds unterstützen können“, betonte Kunstminister Markus Blume anlässlich der Förderzusage.

Generalkonservator Prof. Mathias Pfeil, Leiter des Bayerischen Landesamtes für Denkmalpflege, ergänzte: „Die Bedeutung der Mildenburg strahlt weit über die Region hinaus. Jedes Jahr zieht das Bauwerk zahlreiche Besucherinnen und Besucher an und zeigt wie wichtig Denkmäler nicht nur für die Identität der Menschen vor Ort sind, sondern auch für die Tourismusbranche.“

Die Mildenburg wurde Ende des 12. Jahrhunderts erbaut und 1226 erstmals erwähnt. Sie war Sitz der Mainzer Burggrafen und Amtmänner. Seit 1979 ist die Burg im Besitz der Stadt Miltenberg. Der Bergfried und die innere Ringmauer stammen aus der Gründungszeit der Burg. Zwingeranlage, Vorwerk und Vorbefestigung mit Stützmauern wurden im 14. und 15. Jahrhundert errichtet. Der Palas, der ebenfalls noch Reste aus der Gründungszeit birgt, wurde von 1565 bis 1568 neu erbaut und von 2007 bis 2011 renoviert. Er birgt seither das „Museum.Burg.Miltenberg. Ikonen und moderne Kunst“.

Die Ringmaueranlagen und Zwingermauern sowie alle übrigen mittelalterlichen Bauteile weisen diverse Schäden wie Ausbauchungen, Schiefstellungen, lose Stellen und offene Fugen auf. Daher liegt der Schwerpunkt der Sanierung in der statisch-konstruktiven Ertüchtigung des Mauerwerks.

Eigentümerin des Baudenkmals ist die Stadt Miltenberg. Der Entschädigungsfonds wird vom Bayerischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst verwaltet und gemeinsam vom Freistaat und den Kommunen getragen. Den Bewilligungsbescheid erlässt das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege, mit dem die Maßnahme abgestimmt ist. Die Maßnahme wird durch das Landesamt für Denkmalpflege auch fachlich begleitet.

Quelle: Bayrisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst