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171 Wirtschaftsförder im Main-Kinzig-Kreis

14.04.2022, 14:17 Uhr in Lokales
140422 171 Wirtschaftstreffen MKK

MAIN-KINZIG-KREIS. Regelmäßig finden Netzwerktreffen der Wirtschaftsförderer auf kommunaler Ebene im Main-Kinzig-Kreis mit Impulsvorträgen zu unterschiedlichen Themen statt. Beim jüngsten Treffen im Main-Kinzig-Forum in Gelnhausen standen unter anderem die Themen Heimatshoppen-Aktionstage im September, Chancen für die Wirtschaftsförderung durch die Einrichtung eines Immobilien-Datenraums und die LoRaWAN-Technologie für reichweitenstarke Datenübertragung im ländlichen Raum auf dem Programm.

Kreisbeigeordneter und Wirtschaftsdezernent Winfried Ottmann begrüßte die Anwesenden und betonte, wie wichtig dieser regelmäßige Austausch zwischen den Netzwerkpartnern auf kommunaler Ebene sei. „Gut funktionierende Netzwerke sind der Grundstein für wirtschaftlichen Erfolg. Dazu gehört auch der Austausch über technische Neuerungen und wichtige Aktionen“, sagte Winfried Ottmann, der sich über das große Interesse an den Treffen der Wirtschaftsförderer freute. Referenten waren Andreas Kunz, stellvertretender Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer Hanau-Gelnhausen-Schlüchtern und zuständig für Unternehmensförderung, Diplom-Ingenieur Bo Nintzel, Geschäftsführer des Hanauer Unternehmens Immovativ, sowie Walter Dreßbach, Leiter des Referates für Wirtschaft, Arbeit und digitale Infrastruktur beim Main-Kinzig-Kreis.

Andreas Kunz informierte die Netzwerkteilnehmenden über die geplante Aktion Heimat-Shoppen-Tage am 9. und 10. September. Nicht zuletzt sollen damit auch Dienstleister und Gastronomen in den Innenstädten mehr ins Bewusstsein der Verbraucherinnen und Verbraucher gerückt und die lokalen Anbietenden auf diese Weise gestärkt werden. „Bei Nachbarn und Freunden einkaufen zu können, ist doch etwas ganz anderes, als dies anonym im Internet zu tun“, sagte Kunz. Dieses gelte es, den Menschen ins Bewusstsein zu bringen. Die Aktionstage finden deutschlandweit statt unter gleichem Logo. Ziel sei es, die Kundschaft nach den zahlreichen Einschränkungen durch die Corona-Pandemie möglichst zahlreich zurück in die Läden zu holen - mit Präsenzaktionen in Verbindung mit digitalen Heimat-Shoppen-Erlebnissen. „Wer regional einkauft, trägt auch dazu bei, Arbeit und Ausbildung vor Ort langfristig zu sichern“, betonte Kunz und verwies auf die Homepage www.heimatshoppen.de. Die IHK unterstütze die Netzwerkpartner bei der Werbung für die Aktion. Insgesamt 22 Kommunen aus dem Main-Kinzig-Kreis beteiligen sich an der bundesweiten Aktion.

Bo Nintzel von Immovativ sprach über „Digitales Matchmaking von Angebot und Nachfrage“ und stellte einen Immobilien-Datenraum für den Main-Kinzig-Kreis vor, über den die Wirtschaftsförderer zukünftig Ansiedlungsgesuche mit verfügbaren Immobilien und Flächen matchen können. Sein Unternehmen beschäftigt sich mit den Fragestellungen, wie der Flächenverbrauch in Deutschland nachhaltig gesenkt werden kann, wo es noch Flächen gibt und welche Nutzungen sinnvoll sind. Er ging auch darauf ein, wie Kommunen dem zunehmenden Immobilienleerstand begegnen können und wie sich Standorte digital vermarkten lassen. Innenentwicklung, Leerstandsmanagement, Immobilienvermarktung, Standortmarketing – all das seien Schlagworte, die für eine schlagkräftige Wirtschaftsförderung von großer Bedeutung seien. „Digitale Prozesse im Ansiedlungsmanagement können Wirtschaftsförderer bei der täglichen Arbeit unterstützen und entlasten. Kernaufgabe der Wirtschaftsförderung ist es, ansiedlungswillige Unternehmen bei der Flächensuche zu unterstützen, seien dies Gewerbeimmobilien oder Gewerbegrundstücke. Digitale Instrumente helfen dabei, den Immobilienmarkt aktiv zu begleiten“, führte Nintzel aus. Durch einen eigenen Immobiliendatenraum sei es möglich, die Zusammenarbeit mit den lokalen Immobilienanbietern zu intensivieren, Prozesse transparent zu gestalten und Vorgänge zu automatisieren. Das sei über ein reines Immobilienportal nicht möglich. Auch Suchanfragen können effektiver und deutlich schneller bearbeitet werden.

Walter Dreßbach informierte über den flächendeckenden LoRaWAN-Ausbau im Main-Kinzig-Kreis zur kabellosen Datenübertragung. „LoRaWAN ist eine sehr gute Ergänzung zu Mobilfunk oder WLAN und wird den Unternehmen sowie den Bürgerinnen und Bürgern kostenfrei zur Verfügung gestellt“, erklärte Walter Dreßbach. Über verschiedenen Sensoren werden Daten an sogenannte Gateways verschickt von denen aus sie ins Internet übertragen werden. Später können sie über eine App auf dem Smartphone abgerufen werden. Die Einsatzmöglichkeiten von LoRaWAN sind vielfältig. Besonders dort, wo keine Stromversorgung vorliegt, etwa auf landwirtschaftlich genutzten Feldern, kann die batteriebetriebene Technologie eine kostengünstige Lösung sein. Etwa, um den Wasserstand in den Trinkfässern zu kontrollieren oder Zäune. „Die Einsatzmöglichkeiten sind breit gestreut. Überall da, wo Sensoren zum Einsatz kommen, ist eine Ankopplung an LoRaWAN möglich“, erklärte Walter Dreßbach. Zahlreiche Kommunen machen bei dem Projekt des Main-Kinzig-Kreises mit und haben bereits vom Kreis geförderte Gateways auf Dächern öffentlicher Gebäude installiert und tragen damit zur flächendeckenden Vernetzung bei. Der Main-Kinzig-Kreis fördert das Projekt als sinnvolle Weiterentwicklung der digitalen Infrastruktur in den Bereichen Strom, Wasser, Licht, Wärme und Luftqualität. Das LoRaWAN-Netz ist von Privatleuten, Firmen und Behörden kostenlos nutzbar. Mehr Informationen dazu gibt es über E-Mail [email protected] oder per Telefon unter (06051) 8513700.

Quelle: Main-Kinzig-Kreis