AB: Keine Regenbogenflaggen zum CSD

ASCHAFFENBURG. In Aschaffenburg gibt es rund um den Christopher Street Day einen Kurswechsel. Während unter dem früheren Oberbürgermeister Jürgen Herzing die Regenbogenfahnen gehisst wurden, will der neue OB Markus Schlemmer in diesem Jahr darauf verzichten. In Aschaffenburg wird kurz vor dem Christopher Street Day über ein sichtbares Zeichen gestritten. In den vergangenen Jahren hingen im Juni Regenbogenfahnen an städtischen Fahnenmasten – unter dem neuen Oberbürgermeister Markus Schlemmer soll es das in diesem Jahr nicht geben. Schlemmer will die offizielle Beflaggung öffentlicher Gebäude und Plätze auf staatliche, städtische und hoheitliche Anlässe beschränken. Er betont aber: Das sei keine Distanz zur queeren Community. Die Stadt wolle trotzdem sichtbar ein Zeichen setzen – mit Veranstaltungen, Filmvorführungen, Vorträgen und einer Beleuchtung der Ebertbrücke in Regenbogenfarben. Kritik kommt von der Kommunalen Initiative und der Linken im Stadtrat. Sie sprechen von einem Rückschritt und fordern, die bisherige Praxis beizubehalten. Der Christopher Street Day in Aschaffenburg ist am 6. Juni.


