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A'burg und Schneeberg wollen Tempo 30 innerots

08.05.2022, 09:05 Uhr in Lokales
051021 Symbolbild Auto Ruecklicht Verkehr Geschwindigkeit

ASCHAFFENBURG/SCHNEEBERG. ADFC und VCD unterstützen die Initiative des Bayer. Städtetages für eine lebenswerte Stadt durch angemessene Geschwindigkeiten wie z.B. Tempo 30. Aschaffenburg und Schneeberg am Untermain als Vorreiter und Vorbild - 63 Gemeinden am Untermain haben noch keinen Beschluss.

Der Verkehrsclub Deutschland (VCD) und der Allgemeine Deutsche Fahrradclub (ADFC) unterstützen eine Initiative des Bayer. Und Deutschen Städtetages. Hierbei wird angestrebt, die zulässige Höchstgeschwindigkeit innerhalb einer Kommune unter Berücksichtigung der örtlichen Gegebenheiten flexibel gestalten zu können. Es geht um das Ziel einer flächendeckenden Einführung von Tempo 30, aber auch um eine flexible örtlich durch den Stadt- oder Gemeinderat festgelegte Vorgehensweise. VCD Kreisvorsitzender Dr.Hans Jürgen Fahn (Erlenbach am Main) und Tino Fleckenstein (Kleinostheim, stellvertret. Kreisvorsitzender des ADFC) sehen in der Initiative eine gute Grundlage für mehr Handlungskompetenzen der Städte bei der Festlegung stadtverträglicher Geschwindigkeiten, die in Modellversuchen erprobt werden sollen.

Inzwischen haben 134 Städte und Gemeinden dieser Initiative des Deutschen- und Bayerischen Städtetages beigetreten; zwei davon kommen vom Bayer. Untermain, nämlich Aschaffenburg und Schneeberg (Landkreis Miltenberg).Aschaffenburg hat dies am 8.3.22 beschlossen. Der einstimmige Beschluss in Aschaffenburg nennt auch die Vorteile von Tempo 30:

  • Die Straßen werden sicherer, gerade für die besonders Gefährdeten, die zu Fuß oder mit dem Rad unterwegs bzw mobilitätseingeschränkt sind.
  • Die Straßen werden leiser und das Leben für die Menschen, die an diesen Straßen wohnen deutlich angenehmer und gesünder
  • Bei Gewährleistung eines guten Verkehrsflusses kann auch die Luft in den Straßen sauberer werden, was allen zu gute kommt, die hier unterwegs sind.
  • Die Straßen werden wieder lesbarer, Regeln einfacher und nachvollziehbarer (kein Flickenteppich mehr); das Miteinander wird gestärkt, der Schilderwald gelichtet.

Der Gemeinderat von Schneeberg trat der Initiative an 16.3. bei.

Bürgermeister Kurt Repp (CSU) teilte dazu mit, dass nicht einmal ein förmlicher GR-Beschluss nötig ist. Es reiche eine formlose Erklärung eines politisch Verantwortlichen. Der Gemeinderat von Schneeberg begrüßte den Vorschlag des Bürgermeisters.

VCD und ADFC weisen darauf hin, dass am Untermain (64 Kommunen) immer noch 63 Kommunen fehlen, die hier durch richtungsweisende Beschlüsse voran gehen sollten.

Hier sind zunächst einmal die größeren Gemeinden oder Städte am Untermain wie z.B. Alzenau, Goldbach, Großostheim, Erlenbach, Miltenberg oder Elsenfeld gefordert, beispielhaft voran zu gehen.

ADFC Vorsitzender Manfred Röllinghoff (Aschaffenburg) bedauerte, dass in Leidersbach die Einführung von Tempo 30 vom Gemeinderat abgelehnt wurde, obwohl das Landratsamt und das Staatliche Bauamt dies empfohlen hatten. Joachim Schneider (stellvertr. VCD Vorsitzender) kündigte an, die Fahrradinitiativen Kid Mass am 15.5. in Aschaffenburg und die Aktion Stadtradeln aktiv zu unterstützen, „Unser Ziel ist es auch die Radfahrer und Fußgänger zu unterstützen“.

Quelle: Dr. Hans Jürgen Fahn (Mitglied des Bayer. Landtages a.D., Stadtrat, Kreisrat, VCD Vorsitzender MIL-AB)