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Anerkennung für langjährig aktive Feuerwehrleute im Kreis Miltenberg

11.07.2022, 13:27 Uhr in Lokales
110722 Kreis miltenberg feuerwehr

KREIS MILTENBERG. „Endlich wieder ein Feuerwehr-Ehrenabend!“: Landrat Jens Marco Scherf und Kreisbrandrat Martin Spilger war am Freitag die Freude deutlich anzumerken, dass nach zweijähriger Corona-Zwangspause wieder einmal ein laut Spilger „würdiger Rahmen“ einer öffentlichen Feuerwehrehrung möglich war. In der Miltenberger Realschule wurde den geehrten Feuerwehrleuten große Wertschätzung, Anerkennung und Respekt für ihr Wirken zuteil.

Endlich habe man wieder alle zu Ehrenden des Landkreises zusammen, freute sich Spilger, nachdem viele Ehrungen in den letzten Jahren in Hauptversammlungen der Wehren erfolgten. Landrat Jens Marco Scherf begrüßte zur Ehrung nicht nur die Geehrten und deren Partner*innen, sondern auch die jeweiligen Ortsbürgermeister und Kommandanten. Auch das für den Brand- und Katastrophenschutz zuständige Sachgebiet 31 im Landratsamt war vertreten mit neuen Gesichtern: Für Abteilungsleiterin Pia Plappert wie auch die Stellvertreterin von Sachgebietsleiter Marcel Fleckenstein, Nina Reuling, war es der erste Ehrenabend.

Scherf nannte das Abhalten des Ehrenabends „ein persönliches Herzensanliegen“, denn hier gehe es um die hohe Wertschätzung der Feuerwehren. Man müsse der Bevölkerung stets zeigen, dass sie sich rund um die Uhr auf die Wehr verlassen kann: „Wenn man die 112 anruft, kommt sofort Hilfe.“ Der Landrat wies auf die Notwendigkeit des Ehrenamts hin, was man am Beispiel der Feuerwehren sehe. „Es geht nicht ohne unsere Ehrenamtlichen“, zeigte er am Beispiel des schweren Busunfalls auf der B469 und des starken Schneefalls Anfang April mit teilweise 24-stündigem Stromausfall, der den Wehren viel abverlangte. Die Ehrenamtlichen seien „das Fundament einer Gesellschaft, deren wertvollstes Gut die gelebte Verantwortung für den Mitmenschen ist“. Die Wehrleute lebten ihre Werte, lobte er und bezeichnete sie als „dauerhafte Vorbilder und Stützen unserer Gesellschaft“. In ihrem Engagement für die Sicherheit der Gesellschaft gingen Freiheit und Verantwortung Hand in Hand, so der Landrat. Den seit 40 Jahre Aktiven spendiere der Freistaat einen einwöchigen Aufenthalt im Feuerwehr-Erholungsheim Bayerisch Gmain und dank des Kreisverbands des Bayerischen Gemeindetages könnten auch die Partner*innen kostenfrei mitreisen, dazu gebe es einen Gutschein über 100 Euro für Fahrtkosten.

Jeder zu Ehrende bekomme zudem die unbefristete Bayerische Ehrenamtskarte, führte der Landrat aus und dankte dem Kreistag für die Einführung der Karte und dem Hauptsponsor Sparkasse Miltenberg-Obernburg. Bernd Kahlert, Bürgermeister der Stadt Miltenberg, bescheinigte den Feuerwehrleuten im Namen aller Bürgermeister*innen, sich große Verdienste um das Gemeinwohl erworben zu haben. „Sie haben vielen Menschen das Leben gerettet und vor Schäden bewahrt“, verwies er auf Einsätze wie Brände, Unfälle, Bergungen und das Auspumpen von Kellern bei Starkregenereignissen.

Kahlert wie auch der Landrat zuvor dankte den Partner*innen und Familien der Geehrten, denn ein Dienst mit solchen extremen Anforderungen brauche die Rückendeckung der Familie. Kreisbrandinspektor Hauke Muders wurde von einer besonderen Ehrung überrascht, denn Landrat Jens Marco Scherf und Kreisbrandrat Martin Spilger überreichten ihm Urkunde und Präsent für über 25-jährigen Dienst in der Kreisbrandinspektion. Muders wurde im April 1995 zum Kreisbrandmeister ernannt und 2000 zum Kreisbrandinspektor bestellt. Dank zahlreicher Fachlehrgänge und dem Örtlichen-Einsatzleiter-Lehrgang wurde er im Jahr 2000 zum Örtlichen Einsatzleiter und 2010 zum Kontingentführer 2010 ernannt, 2013 bekam er das Feuerwehrehrenzeichen „Steckkreuz“.

Aus den folgenden Ehrungen, die von den Kreisbrandinspektoren Hauke Muders und Albert Klug moderiert wurden, ragten drei Feuerwehrleute heraus, die schon seit einem halben Jahrhundert aktiv bei der Feuerwehr sind: Hugo Kroth (Großwallstadt), Dieter Blumenschein (Kirchzell-Preunschen), Herbert Paulus (Miltenberg-Mainbullau).

Für 25-jährigen Dienst wurden mit dem Staatlichen Feuerwehrehrenzeichen in Silber geehrt: Wolfgang Fürst (Bürgstadt), Alexander Ullrich und Jochen Schnellbach (alle Collenberg), Claus Berndorfer (Elsenfeld-Eichelsbach), Ingo Schulz (Eschau-Hobbach), Mario Amrhein (Faulbach), Björn Beger, Jochen Neukirchen und Sebastian Weimer (alle Großheubach), Klemens Mehl (Kirchzell-Preunschen), Timo Martin, Frank Schneider, Michael Küschner und Daniel Pflegshörl (alle Klingenberg-Trennfurt), Thomas Schmid (Klingenberg-Röllfeld), Dirk Hasenstab und Florian Weis (alle Leidersbach-Ebersbach), Andreas Naun (Miltenberg-Mainbullau), Nicole Karl und Janett Kreibich (beide Niedernberg), Marcus Oberle (Obernburg), Simon Farrenkopf (Schneeberg-Hambrunn).

Diese Feuerwehrleute bekamen für 40-jährigen Dienst das Staatliche Feuerwehrehrenzeichen in Gold: Thomas Schrom, Reiner Weimer und Michael Zeller (alle Amorbach-Beuchen), Rainer Bechtold (Amorbach-Boxbrunn), Artur Fäth (Collenberg), James Bachmann und Paul-Josef Karl (beide Faulbach), Ralf Winter, Frank Schulze, Jürgen Herrmann und Helmut Zipf (alle Großheubach), Jürgen Horn (Großwallstadt), Uwe Handel (Kleinwallstadt), Hubert Schneider (Miltenberg-Mainbullau), Horst Weigl (Mönchberg), Eugen Seitz und Jörg Seitz (beide Niedernberg), Alfons Kaufmann (Schneeberg-Zittenfelden), Christoph Trunk (Schneeberg-Hambrunn) und Michael Zahn (Sulzbach).

Bevor der Ehrenabend mit einem Empfang ausklang, dankte Landrat Jens Marco Scherf dem Kommunalen Gebläse mit Thomas Köhler (Leitung; Bürgermeister Kleinwallstadt), Andreas Freiburg (Bürgermeister Collenberg), Andreas Fath-Halbig (Bürgermeister Wörth), Dr. Jürgen Jung (Dritter Bürgermeister Kleinwallstadt), Kurt Repp (Bürgermeister Schneeberg), Gerhard Rüth (Bürgermeister Eschau), Otto Schmedding (Altbürgermeister Eichenbühl), Rudi Schreck (Altbürgermeister Röllbach), Manfred Schüßler (Altbürgermeister Hausen) und Günther Winkler (Bürgermeister Eichenbühl) für die musikalische Gestaltung des Ehrenabends. Ein Dank galt auch allen, die für die Organisation verantwortlich waren, ebenso den Schülerinnen des Johannes-Butzbach-Gymnasiums für den Service.

Quelle: Kreis Miltenberg