Aschaffenburg erinnert an das Schöntal-Attentat
ASCHAFFENBURG. Zum ersten Mal jährt sich heute der Messerangriff vom Aschaffenburger Schöntal-Park. Um daran zu erinnern, was geschah, hat Oberbürgermeister Jürgen Herzing heute Mittag einen Blumenkranz in unmittelbarer Nähe des Tatorts niedergelegt. Zusammen mit über 100 Menschen wurde an das schreckliche Ereignis erinnert. Am Abend ist in der Christuskirche noch eine Gedenkfeier geplant, mit den Dekanen Martin Heim und Rudi Rupp. Außerdem wird Taoufik Hamid sprechen, von der marokkanischen Gemeinde.
Vor genau einem Jahr war der psychisch kranke Afghane Enamullah O. mit einem Messer im Schöntalpark auf eine Kindergartengruppe losgegangen. Neben einem dreijährigen marokkanischen Jungen starb auch ein Passant, der eingreifen wollte. Die Tat erschütterte die ganze Republik. Der Täter wurde Ende Oktober dauerhaft in die Psychatrie untergebracht.
UPDATE:
Bei der Gedenkfeier in der Christuskirche kamen mehr als 200 Menschen zusammen. Unter ihnen waren regionale Politiker, Vertreter von Behörden, Betroffene sowie viele Aschaffenburger, die der beiden Opfer des Schöntal-Attentats gedachten. Nach den Redebeiträgen der beiden Dekane Rudi Rupp und Martin Hein, von Pfarrerin Sandra Weiss und dem marokkanischen Gemeindevertreter Taoufik Hamid spendeten die Anwesenden Applaus. In einer Primavera-Umfrage herrschte anschließend Konsens: Es war ein würdiger Abschluss eines bewegenden Tages.




























