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Aschaffenburger Student erhält heute den Kulturpreis Bayern in München

28.10.2021, 07:15 Uhr in Lokales
291021 goetze marvin statue kulturpreis bayern 2021

ASCHAFFENBURG/MÜNCHEN. Marvin Goetze ist diesjähriger Preisträger des Kulturpreises Bayern in der Sparte Wissenschaft. Verliehen hat die Auszeichnung die Bayernwerk AG (Bayernwerk) gemeinsam mit dem Bayerischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst. Damit ehren sie die Leistung des Forschers. In seiner Masterarbeit im Studiengang Wirtschaftsingenieurwesen geht er der Frage auf den Grund, wie produzierende Unternehmen Energie einsparen können. Der gebürtige Rodgauer ist einer von insgesamt 32 Absolventinnen und Absolventen bayerischer Hochschulen und Universitäten, die am Donnerstagabend (28. Oktober) geehrt wurden. Der Festakt fand vor 150 Gästen in den Eisbach Studios in München statt. Von hier haben ihn mehrere bayerische Regionalfernsehsender live übertragen. Moderatorin Nina Sonnenberg hat durch das rund 100-minütige Programm geführt.

Für das Erreichen der Klimaziele in Deutschland gibt es mehrere Strategien. Neben der Umstellung auf erneuerbare Energien hat auch Effizienz einen hohen Stellenwert. Da-bei spielt das Einsparen von Energie eine große Rolle. Die energetische Sanierung von Gebäuden ist hierbei ein wichtiger Ansatz, der auch in der Industrie und beim Bau von Produktionshallen Beachtung findet. „Ein Aspekt, der aber bei der energetischen Analyse von Fabriken weniger betrachtet wird, ist die Steuerung der Produktion an sich“, sagt Marvin Goetze. Er hat mit seiner Masterarbeit eine Lücke geschlossen und die Einsparungspotenziale in der Produktion von Industrieunternehmen untersucht. Seine Arbeit wurde in Kooperation mit der WIKA Alexander Wiegand SE & Co. KG in den Werken Klingenberg am Main und Wloclawek (Polen) umgesetzt. Betreut wurde die Arbeit von Prof. Dr. Ing. Konrad Mußenbrock (TH Aschaffenburg) und Anton Völker (WIKA).

In seiner Fallstudie entwickelte Marvin Goetze eine Methode, mit der sich der Energiebedarf bei der Herstellung eines einzelnen Produktes entlang der Wertschöpfungskette ermitteln lässt. Mit einem Simulationswerkzeug gelang es dem 27-Jährigen, die unterschiedlichen Maschinen, Anordnungen und andere Parameter der untersuchten Produktionslinie zu modellieren. So konnte er die Auswirkungen verschiedener Maß-nahmen auf den Gesamtenergiebedarf eines hergestellten Produkts ermitteln, ohne dabei die Wirtschaftlichkeit aus dem Blick zu verlieren.

„Der Kulturpreis Bayern ist eine Auszeichnung mit jahrzehntelanger Tradition. Immer ging es darum, Menschen zu danken, die mit ihrem Engagement, ihrem Wirken und ihrer Begeisterung für Kunst, Kultur und Wissenschaft unsere Gesellschaft bereichern. Den diesjährigen Preisträgerinnen und Preisträgern danken wir für ihre Leistungen und gratulieren herzlich zu dieser Auszeichnung“, betont Dr. Egon Leo Westphal, Vorstandsvorsitzender des Bayernwerks. In der Sparte Kunst hat das Bayernwerk dieses Jahr die bildenden Künstler Thomas Demand sowie Gretel und Erwin Eisch, die Musiker Reinhard Kammler und Wolfgang Buck und die Schauspielerin Luisa Wöllisch aus-gezeichnet. Vom Bayerischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst erhält der Kabarettist, Schauspieler und Musiker Hannes Ringlstetter einen Sonderpreis. Die sechs Kunst-Preisträgerinnen und -Preisträger sowie den Sonderpreisträger wählt eine Fachjury. Die 32 Preisträgerinnen und Preisträger der Sparte Wissenschaft werden von den bayerischen Hochschulen, Kunsthochschulen und Universitäten selbst benannt. Das Bayernwerk ehrt Erfolge in Kunst und Wissenschaft seit mehr als 60 Jahren, seit 2005 verleiht es in Partnerschaft mit dem Bayerischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst den Kulturpreis Bayern. Dieser geht auf den Kulturpreis Ostbayern zurück, der erstmals im Jahr 1959 verliehen wurde. Der Kulturpreis Bayern in der Sparte Kunst und der Sonderpreis sind mit jeweils 5.000 Euro dotiert, der Preis in der Sparte Wissenschaft mit je 2.000 Euro. Alle Preisträgerinnen und Preisträger erhalten außerdem den „Gedankenblitz“. Diese Bronzestatue wurde vom Schwandorfer Bildhauer Peter Mayer geschaffen. Die Aufzeichnung der Preisverleihung können Interessierte unter http://www.bayernwerk.de/kulturpreis2021 anschauen. Dort finden sie auch eine Liste aller Wissenschaftspreisträgerinnen und -preisträger.

Quelle: TH Aschaffenburg