Auch Hanau führt Bezahlkarte für Asylbewerber ein

HANAU. Als eine der letzten Kommunen im Primaveraland führt nun auch Hanau die Bezahlkarte für Asylbewerber ein. Ab ersten Oktober soll die Karte in der Brüder-Grimm-Stadt ausgegeben werden. Es dauerte alles etwas länger in Hanau, denn die Stadt ist ja seit diesem Jahr kreisfrei und musste zum Beispiel erstmal ein eigenes Sozialamt schaffen. Zunächst erhalten nur Neuankömmlinge die Karte, im kommenden Jahr sollen auch die Altfälle ausgestattet werden. Die Karte sieht aus wie eine normale EC-Karte. Mit ihr kann man normal bezahlen, aber nur 50 Euro Bargeld abheben und nichts ins Ausland überweisen. Am bayerischen Untermain haben alle Asylbewerber diese Karte, in den Kreisen Main-Kinzig, Darmstadt-Dieburg und Offenbach bislang nur teilweise. Personalmangel oder IT-Schwierigkeiten werden für die Verzögerung verantwortlich gemacht. In Offenbach gibt es aktiven Widerstand gegen die Karte. Aktivisten tauschen dort von Geflüchteten im Supermarkt gekaufte Warengutscheine 1 zu 1 gegen Bargeld ein, um das 50-Euro-Limit zu umgehen und den Betroffenen mehr finanzielle Freiheit zu ermöglichen. (Foto mit KI erstellt)




