• Frequenzen: 100,4 & 99,4 & 90,8
  • Tel 06021 – 38 83 0
  • Kontakt

On Air

Jetzt anhören
Anzeige

Bayerische Museen fordern 2G statt 2G-plus - drastischer Besucherrückgang

Topnews
09.12.2021, 14:01 Uhr in Lokales
Aschaffenburg Schloss

ASCHAFFENBURG. Die 15. Bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung hat mit der Einführung der 2G-Plus-Vorgabe zu einem dramatischen Besucherrückgang in den Museen geführt. Aufgrund der dort realisierten umfassenden Hygienekonzepte und der guten Kontrollmöglichkeiten an den Kassen ist bis heute kein Hotspot in den Museen bekannt geworden. Mit den erprobten Einbahn- und Abstandsregelungen haben die Museen für die Besucherinnen und Besucher und ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Möglichkeit geschaffen, einander sicher aus dem Weg zu gehen. Durch den beschränkten Einlass gewährleisten die Museen zudem, dass ihre Besucherinnen und Besucher in Bewegung sind, Abstand halten und nicht über einen längeren Zeitraum nebeneinander sitzen.

Gerade das kulturelle Angebot in den Museen stellt ein wichtiges Grundbedürfnis dar. Museen sind nicht nur kulturelle Orte, sondern insbesondere auch soziale Orte. Sie bieten kulturelle Freizeitangebote, aber ebenso auch die Möglichkeit zur Bildung. Deshalb ist es uns in diesen herausfordernden Zeiten wichtig, unseren Besucherinnen und Besuchern eine niedrigschwellige Zugänglichkeit zu ermöglichen. Es wäre daher dringend geboten, dass bei künftigen Regelungen Museen nicht mehr unter die Freizeiteinrichtungen subsummiert, sondern mit anderen Bildungseinrichtungen wie Bibliotheken, Archiven und Büchereien gleichstellt werden. Diese können ihren Betrieb unter der 2 G-Regelung fortsetzen. Auch sollten geboosterte Besucherinnen und Besucher zukünftig keinen zusätzlichen Test mehr vorweisen müssen.

Die bayerischen Museen haben in jeder Phase der Pandemie verantwortungsvoll und umsichtig gehandelt und befanden sich damit stets in völligem Einklang mit ihren Besucherinnen und Besuchern. Dies sollte nun zum Wohle aller endlich anerkannt und honoriert werden.

Quelle: Museen der Stadt Aschaffenburg