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Bayerns Tourismus leidet auch 2021 stark unter Corona

09.02.2022, 10:30 Uhr in Lokales
141021 Symbolbild Tourismus

BAYERN. Zum Abschluss des Tourismusjahres 2021, welches weiterhin im Zeichen der weltweiten Corona-Pandemie stand, melden die rund 11 000 geöffneten Beherbergungsbetriebe dem Bayerischen Landesamt für Statistik rund 19,6 Millionen Gästeankünfte und knapp 61,0 Millionen Übernachtungen. Das entspricht einem leichten Minus von 1,4 Prozent bei den Gästeankünften und einer geringen Zunahme der Übernachtungen um 1,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Der Anteil von Gästen aus dem Ausland beläuft sich bei den Gästeankünften auf 13,5 Pro-zent und bei den Übernachtungen auf 11,2 Prozent. Somit tragen die rund 16,9 Millionen inländischen Gäste (-0,3 Prozent i. Vgl. zum Vorjahr) und deren rund 54,1 Millionen Über-nachtungen (+2,3 Prozent i. Vgl. zum Vorjahr) den Großteil zum gesamten touristischen Aufkommen des Jahres bei.

Das Jahr 2021 begann wie es 2020 endete, mit einem Lockdown und dem damit verbun-denen Beherbergungsverbot für Touristen. Die Einschränkungen ziehen sich bis in den April, was sich bis einschließlich März in hohen zweistelligen negativen Veränderungsraten bei Gästeankünften und Übernachtungen widerspiegelt. Mit den Lockerungen im Mai für Hotels, Ferienwohnungen und -häuser sowie Campingplätze liegen dann die veröffentlich-ten Gästezahlen in den Sommermonaten durchgehend über den Vorjahreswerten. Jedoch können in Summe, wie schon 2020, die noch im Jahr 2019 veröffentlichten Rekordwerte bei Weitem nicht erreicht werden (2019: Gästeankünfte: 40,0 Millionen; Übernachtungen: 100,9 Millionen).
Unter den Regierungsbezirken steigern 2021 Mittelfranken (Gästeankünfte: +4,8 Prozent; Übernachtungen: +8,4 Prozent), Unterfranken (Gästeankünfte: +2,2 Prozent; Übernach-tungen: +7,3 Prozent), Oberfranken (Gästeankünfte: +0,7 Prozent; Übernachtungen: +6,5 Prozent) und die Oberpfalz (Gästeankünfte: +0,2 Prozent; Übernachtungen: +1,5 Pro-zent) ihr Gästeaufkommen im Vergleich zum Vorjahr. Erneute Einbußen müssen hingegen sowohl Niederbayern (Gästeankünfte: -5,7 Prozent, Übernachtungen: -0,2 Prozent), als auch Schwaben (Gästeankünfte: -5,4 Prozent; Übernachtungen: -3,4 Prozent) und Oberbayern (Gästeankünfte: -1,5 Prozent; Übernachtungen: +1,8 Prozent) verkraften. Die Landeshauptstadt München kommt mit knapp 3,1 Millionen Gästeankünften (+3,5 Prozent i. Vgl. zum Vorjahr) und gut 7,9 Millionen Übernachtungen (+13,0 Prozent i. Vgl. zum Vor-jahr) trotz der erneuten Absage des Oktoberfestes zu einem besseren Jahresergebnis als noch 2020.

Wie schon im Jahr 2020 können neben München lediglich noch Nürnberg (1,5 Millionen), Bad Füssing (1,4 Millionen) und Oberstdorf (1,3 Millionen) die Millionenmarke bei den Übernachtungszahlen knacken. Auf Campingplätzen kommen 8,2 Prozent mehr Gäste im Jahr 2021 an und übernachten 8,9 Prozent häufiger als noch im Vorjahr. Eine Steigerung gibt es auch bei den Vorsorge- und Reha-Kliniken (Gästeankünfte: +5,0 Prozent; Übernachtungen: +12,0 Prozent) und den Hotels garnis (Gästeankünfte: +1,0 Prozent; Übernachtungen: +2,1 Prozent). Die Jugendherbergen und Hütten können ebenfalls 3,6 Prozent mehr Gäste begrüßen, dafür sinken die Übernachtungen um -1,6 Prozent. In klassischen Hotels gibt es 1,1 Prozent weniger Gästeankünfte als 2020, diese tragen aber zumindest bei den Übernachtungen zu einem leichten Plus von 3,6 Prozent bei, während alle anderen Betriebsarten sowohl bei Gästeankünften, als auch bei Übernachtungen unter den Vorjahreswerten liegen, allen voran die Pensionen (-13,7 Prozent Gästeankünfte; -10,7 Prozent Übernachtungen).

Quelle: Bayerisches Landesamt für Statistik