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Berufsschule in Gelnhausen nun "Fairtrade-Schulen"

14.07.2022, 13:57 Uhr in Lokales
Essen unverpackt fairtrade

Main-Kinzig-Kreis. Die Beruflichen Schulen in Gelnhausen dürfen sich nun dank intensiver Anstrengungen Fairtrade-Schule nennen. Für Schulleiter Rainer Flach und das Fairtrade-Team war dies ein besonderer Grund zur Freude. Kreisbeigeordneter und Schuldezernent Winfried Ottmann und die Fairtrade-Beauftragte des Main-Kinzig-Kreises, Alice Engel-Kanani, gratulierten der Schulgemeinde im Beisein zahlreicher Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte sowie dem eigens angereisten Gast Kerstin Buda-Friedrich, die im Namen von Fairtrade-Deutschland e.V. die Zertifizierungsurkunde überreichte. Parallel zur Veranstaltung hatten die Schülerinnen und Schüler der Schülerfirma „Young Trendy Magic“ einen kleinen Marktstand eingerichtet, an dem es fair gehandeltes Obst, Schokolade und Kekse zum Probieren gab.

Armut weltweit bekämpfen durch faire Löhne und faire Preise – das ist ein wichtiges Anliegen der Fairtrade Kampagne. Immer mehr Akteure auch auf kommunaler Ebene schließen sich an – auch der Main-Kinzig-Kreis ist seit vergangenem Herbst Fairtrade-Landkreis und unterstützt Kommunen und Einzel-Akteure dabei, sich der Kampagne anzuschließen. Wie Schulleiter Rainer Flach sagte, spiele der Gedanke der Nachhaltigkeit schon lange eine große Rolle im Schulalltag. „Wir schaffen Bewusstsein dafür, welchen Wert fair gehandelte Produkte haben und welche Auswirkungen dies weltweit hat“, sagte Flach. Die Beruflichen Schulen mussten fünf Bedingungen erfüllen, um sich Fairtrade-Schule nennen zu dürfen: Gründung eines Schulteams, das Treffen und Aktivitäten zum fairen Handel organisiert, ein Schulkompass, in dem die Ziele der Schule zum fairen Handel festgehalten werden, Verkauf und Verzehr und von fair gehandelten Produkten an der Schule, fairer Handel als Unterrichtsinhalt und Schulaktionen, um zu informieren und zu mobilisieren.

„Der Main-Kinzig-Kreis unterstützt seine Schulen dabei, vielfältige Interessen und Initiativen zu entwickeln und die Beruflichen Schulen in Gelnhausen setzen dies in vorbildlicher Weise um. Das Thema Fairtrade passt deshalb sehr gut zur größten Berufsschule in Hessen, weil hier junge Leute fit für die Berufswelt gemacht werden und das Thema Nachhaltigkeit eine immer größere Rolle spielt. Aber auch die Berufe, die hier unterrichtet werden, passen sehr gut zum Thema, denn hier werden junge Leute für Tätigkeiten im Lebensmittelbereich ausgebildet, wo auch viele Produkte zum Einsatz kommen, die im fairen Handel eine große Rolle spielen, wie Kaffee, Zucker, Tee und Obst. Deshalb beglückwünsche ich die Schule zu diesem Zertifikat, das sehr gut zum Schulprofil passt“, sagte Winfried Ottmann. Auch Alice Engel-Kanani freute sich über diesen wichtigen Schritt, den die Schule in Windeseile innerhalb nur weniger Monate vollzogen hat. „Ich freue mich über die rege Mitarbeit, ohne das große Engagement von Patricia Grendel und ihren Kolleginnen Helena Becker und Natasha Wiener wäre dies nicht möglich gewesen“, sagte sie. Patricia Grendel hatte das Unterfangen angestoßen und wirkt auch in der Steuerungsgruppe Fairtrade-Town Gelnhausen sowie der Steuerungsgruppe Fairtrade Landkreis mit. Natasha Wiener berichtete, wie sie vor Jahren in Australien in einem Fairtrade-Café mit dem Gedanken des fairen Handels in Kontakt kam – über Menschen aus den Herstellungsländern, mit denen sie im Café ins Gespräch kam. Und überhaupt wurde viel erzählt, gelacht und erklärt. Aber auch Snacks und Süßigkeiten probiert – fair gehandelt und lecker.

Quelle: MKK