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DGB fordert Tarif-, Sozial- und Ökostandards bei öffentlicher Auftragsvergabe am bayerischen Untermain!

19.10.2021, 13:52 Uhr in Lokales
Bjoern Wortmann DGB 2020

ASCHAFFENBURG. GEW-Mann Björn Wortmann bleibt Vorsitzender des DGB Kreisverbands Aschaffenburg-Miltenberg. Er wurde von der Delegiertenversammlung des DGB Kreisverbandes Aschaffenburg-Miltenberg in der Stadthalle einstimmig wiedergewählt. Der DGB Kreisverband Aschaffenburg-Miltenberg vertritt die Interessen von etwa 24.000 Gewerkschaftsmitgliedern wohnhaft in Stadt und Landkreis Aschaffenburg sowie im Landkreis Miltenberg gegenüber der Öffentlichkeit und der Politik.

Die Delegierten nahmen ebenso einstimmig einen Antrag des DGB Vorstands an, der Tarif-, Sozial- und Ökostandards bei öffentlicher Auftragsvergabe am bayerischen Untermain fordert: „es muss endlich Schluss mit kommunal „gefördertem“ Lohndumping“ sein! Wir fordern die kommunalen Gremien am bayerischen Untermain auf, zeitgemäße Tarif-, Sozial- und Ökostandards bei öffentlicher Auftragsvergabe am bayerischen Untermain zu sichern und sich eine Vergabeordnung zu geben oder bestehende Ordnungen zu überprüfen“, so Björn Wortmann.

DGB Regionsgeschäftsführer Frank Firsching beschäftigte sich in seiner freien Rede zum Ausgang der Bundestagswahl mit den drängenden Zukunftsfragen der Zeit. Um „das Auseinanderdriften der Gesellschaft“ zu stoppen plädierte Firsching für die Durchsetzung der Bürgerversicherungsidee in den gesetzlichen Sozialversicherungssystemen: „Die Zeit der Privilegien für die oberen 10 Prozent muss ein Ende finden!“ Des Weiteren fordert der DGB Investitionen in den sozialen und ökologischen Umbau der Gesellschaft von jährlich 45 Milliarden Euro, so Firsching. Zur Finanzierung habe der DGB ein Steuerkonzept vorgelegt, das Mehreinnahmen von 60 Mrd. Euro verspricht, obwohl 95 Prozent der Steuerzahlenden entlastet würden.

Der 39jährige Wortmann skizzierte seine Vorstellungen der DGB- Arbeit für die nächsten vier Jahre. Dabei stehe für ihn im Mittelpunkt die sozial-ökologische Transformation in der Region aktiv im Sinne der Beschäftigten zu gestalten und die kommunale Daseinsvorsorge zu stärken. Die traditionellen Tage der Arbeiterbewegungen wie den internationalen Frauentag am 8. März, den Tag der Arbeit am 1 Mai und den Anti- Kriegstag am 1. September werden mit Veranstaltungen und Aktionen begleitet werden. Darüber hinaus wolle er Sorge tragen, dass die Interessen der Beschäftigten vor Ort vom DGB thematisiert werden, seien es kommunal- landes- oder bundespolitische Themen.

Quelle: DGB-Kreisverband Aschaffenburg/Miltenberg