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Callcenterbetrug aufgeflogen - Festnahme in Aschaffenburg

19.11.2022, 09:30 Uhr in Aschaffenburg
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ASCHAFFENBURG. Bei einem weiteren versuchten Callcenter-Betrug nach dem bekannten Muster konnte am Mittwochabend die Polizei Aschaffenburg einen 16-Jährigen vorläufig festnehmen. Der Jugendliche wollte dem Sachstand nach gegen 20:30 Uhr im Stadtteil Schweinheim bei einer 71-Jährigen das geforderte Geld abholen. Was der junge Mann nicht wusste, dass die Polizei bereits von dem Neffen informiert worden war und vor Ort auf den Abholer wartete. Kurz vor der Übergabe des Geldes flüchtete der Mann jedoch und konnte kurze Zeit später von der Polizei Aschaffenburg vorläufig festgenommen werden.

Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen beendete die Polizei die vorläufige Festnahme und entließ den 16-Jährigen.

Die Kriminalpolizei Würzburg bearbeitet als Zentralstelle die Vorgänge für ganz Unterfranken und übernahm auch die Ermittlungen in diesen Fällen.

Die Präventionskampagnen des Polizeipräsidiums Unterfranken

Bereits Ende 2020 hat das Polizeipräsidium Unterfranken die Präventionskampagne “Leg´auf!” ins Leben gerufen. Zusätzlich startete im Juli 2022 auch an unterfränkischen Schulen die Kampagne „Ich schütze Oma und Opa“. Mit den Kampagnen „Ich schütze Oma und Opa“ sowie „Chill mal Oma“ setzt die unterfränkische Polizei nun auf die Unterstützung von Jugendlichen, sowie Schülerinnen und Schülern. Diese sollen Großeltern sowie ältere Bekannte auf die Betrugsmaschen der Täter aufmerksam machen.

Das Ziel dieser Kampagnen ist es, insbesondere ältere Menschen und deren Angehörigen über die Phänomene wie „Enkeltrickbetrug“ und „Falsche Polizeibeamte“ zu informieren, zu sensibilisieren und Verhaltenstipps zu geben. Die wichtigsten Botschaften sind:

  • Legen Sie auf. Wählen Sie selbst die Notrufnummer 110 und fragen bei der Polizei nach einem entsprechenden Einsatz bzw. ob tatsächlich Verwandte in Not sind.
  • Die Polizei weist Sie niemals an, Geld oder Schmuck zu Hause zur Abholung bereit zu legen oder an Abholer zu übergeben!
  • Übergeben Sie keine Geldbeträge an Fremde! Auch die Polizei holt bei Ihnen an der Haustüre keine Wertsachen ab, um sie in Verwahrung zu nehmen!
  • Die Täter können mittels Call ID-Spoofing jede von ihnen gewünschte Rufnummer auf dem Telefondisplay anzeigen lassen - bei der echten Polizei erscheint niemals die 110 (auch nicht mit Vorwahl)!
  • Sprechen Sie mit ihren Freunden, Nachbarn und Verwandten über das Phänomen!

Weitere Informationen:

Leg‘ auf!: Die Bayerische Polizei - Präventionskampagne - LEG' AUF! in Unterfranken (bayern.de)

Quelle: Polizei