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Digitale Ausstattung der Schulen im Main-Kinzig-Kreis verläuft planmäßig

31.03.2022, 13:05 Uhr in Lokales
Schule digital tablet

MAIN-KINZIG-KREIS. Die digitale Ausstattung der Schulen verläuft planmäßig, reagiert Kreisbeigeordneter Winfried Ottmann auf eine Pressemitteilung der FDP im Main-Kinzig-Kreis. Der Schuldezernent zeigt sich dabei „äußerst verwundert über die inhaltlich falsche Darstellung und die offensichtliche Unkenntnis der Verfasserinnen und Verfasser“.

„Wir haben der Fraktion auf Anfrage alle Fakten und Zahlen aus der Verwaltung geliefert und erläutert“, berichtet Ottmann. Daraus nun eine „vermeintliche Verzögerung“ bei der Umsetzung der Digitalisierung abzuleiten, sei ein durchsichtiges politisches Manöver, das nur Verwirrung stiftet und alle Wahrheiten außer Acht lässt.

Die FDP bezieht sich bei ihrer Kritik auf eine vermeintliche Äußerung des Schuldezernenten bei einem Besuch der Haingartenschule in Bruchköbel. Doch aus der offiziellen Mitteilung des Main-Kinzig-Kreises lässt sich diese Angabe nicht entnehmen. Es gilt weiterhin die Ankündigung, dass voraussichtlich bis Ende 2024 die Infrastruktur mit WLAN in allen Klassenräumen soweit vorbereitet sein soll, dass 30.000 Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit haben, digitale Endgeräte (auch eigenfinanziert) in den Schulen zu nutzen.

Wie Ottmann erläutert, gehören dazu dann auch digitale Displays und Beamer für die rund 2200 Klassenräume. Derzeit sind hier bereits rund 850 digitale Displays und 800 Beamer einsatzfähig. Sie sind nicht nur Tafelersatz und Präsentationsmöglichkeiten, sondern machen zahlreiche moderne Unterrichtsprogramme und Techniken möglich.

„Auch hier offenbart die FDP in ihrer Pressemitteilung eklatantes Unwissen“, sagt der Schuldezernent und klärt auf: Der Landkreis ist als Schulträger für die zentrale digitale Infrastruktur (Internet, LAN, WLAN, Office, Speicher, Bereitstellung von Programmen, Ausstattung von Computerräumen, digitale Tafelsysteme, Präsentationstechnik) zuständig sowie für den Betrieb und Support dieser Umgebung. Diese Aufgabe werde mit hohem Einsatz und großer Kompetenz von den verantwortlichen Kolleginnen und Kollegen erfüllt.

Das bestätigt auch der Kreiselternbeirat im Main-Kinzig-Kreis: „Die digitale Ausstattung unserer Schulen ist schon jetzt herausragend und der Einsatz der Verwaltung vorbildlich“, erklären die Vorsitzende Susanne Gärtner-Koske und ihr Stellvertreter Stefan Jäger. Aus den regelmäßigen Kontakten mit den Vertreterinnen und Vertretern anderer hessischer Landkreise lasse sich ganz klar feststellen, dass der Main-Kinzig-Kreis in diesem Thema ganz weit vorn liege. Die Nutzung der Möglichkeiten liege dann maßgeblich in der Hand der Lehrkräfte vor Ort und sei sehr unterschiedlich. „Hier gibt es zum Teil noch großes Potenzial“, betonen Susanne Gärtner-Koske und Stefan Jäger, die mit dem Kreiselternbeirat immer wieder auch entsprechende „Überzeugungsarbeit“ leisten.

Für die Nutzung der Infrastruktur im Unterricht, Lehrpläne und Medienkonzepte liegt die Verantwortung vorrangig bei den Schulen selbst, begleitet vom Staatlichen Schulamt und dem Hessischen Kultusministerium. Hier kann der Main-Kinzig-Kreis nur unterstützen und beraten: „Wir wollen eine hohe Akzeptanz und Kompetenz für den Einsatz der digitalen Möglichkeiten erreichen“, erläutert Ottmann. Zu diesem Zweck wurde in Kooperation mit der Stadt Hanau im vergangenen Oktober das Schulungszentrum im DigiLab Hanau als weitergehendes Angebot für alle Pädagoginnen und Pädagogen geschaffen. Die Rückmeldungen der vergangenen Monate zeigen sehr deutlich, dass diese Option von den Lehrkräften auch genutzt wird. Darüber hinaus gibt es regelmäßige Gespräche mit den Schulleitungen, den IT-Beauftragten der Schulen, der entsprechenden Steuerungsgruppe, Schülervertretungen und Elternbeiräten.

Die Bereitschaft zum technischen Wandel sei groß und werde nicht zuletzt vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie gemeinsam vorangetrieben. Die Digitalisierung sei ein andauernder Prozess, der angesichts der rasanten technischen Entwicklung auch nie abgeschlossen sein könne. „Die FDP sollte ihre destruktive Haltung zu dem Thema aufgeben, sich stattdessen vor Ort ein Bild machen und genauer über Verantwortlichkeiten und Notwendigkeiten informieren“, erklärt Ottmann abschließend.

Quelle: Main-Kinzig-Kreis