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FDP-Stammtisch: A'burger Einzelhandel trotz Corona attraktiv

28.05.2022, 17:52 Uhr in Lokales
020622 FDP Aschaffenburg Stadt 2022 05 27a

ASCHAFFENBURG. Aschaffenburg ist ein starkes Einzelhandelszentrum und weit überdurchschnittlich attraktiv. So umschrieb Volker Wedde, Bezirksgeschäftsführer Unterfranken des Handelsverbandes Bayern e.V. (HBE), die Situation am Untermain. Der FDP-Kreisverband Aschaffenburg-Stadt hatte seine Mitglieder und Interessierte zum monatlichen Stammtisch am 27. Mai 2022 in das Restaurant Aposto eingeladen, um das Thema „Die Lage des Einzelhandels in Aschaffenburg durch Corona“ zu diskutieren. Als Experte referierte neben Volker Wedde auch Marco Schwarzkopf, Kreisvorsitzender Aschaffenburg des Handelsverbandes Bayern e.V. und Inhaber eines renommierten Einzelhandelsgeschäftes.

Der Handel in Aschaffenburg habe sich als robuster als erwartet präsentiert. So sei der innerstädtische Handel und die Frequenz der Kunden um jeweils 20 Prozent zurückgegangen, die Zahlen hätten sich aber schnell wieder stabilisiert. Stark sei auch die innerstädtische Gastronomie, sodass sich Handel und Gaststätten gegenseitig gestützt hätten. Volker Wedde: „Aschaffenburg hat vieles richtig gemacht.“

Zwar habe, so Wedde, der Online-Handel vermutlich dauerhaft gewonnen, aber die Kunden hätten sich insgesamt loyal zum lokalen Handel gezeigt und seien in die Geschäfte zurückgekehrt. Das sei dadurch gestützt worden, dass auch viele lokale Händler zu Online-Verkäufen übergangen seien, was die Kundenbindung erhalten habe.

HBE-Kreisvorsitzender Marco Schwarzkopf ist selbst Einzelhändler in Aschaffenburg und berichtete über seine Erfahrungen in der Krise: Der Einzelhandel müsse sich heute spezialisieren und auf einem Teilmarkt positionieren. Vollsortimenter hätten es heute schwerer, sich zu behaupten. Wichtig sei es auch für den Einzelhandel, den Trend zur Nachhaltigkeit in die Geschäftsstrategie aufzunehmen. So sei das Geschäft in Krisenzeiten widerstandsfähiger.

Der Handelsverband Bayern e.V. (HBE) ist die Interessenvertretung des bayerischen Einzelhandels. Mit 60.000 Betrieben, 330.000 Beschäftigten und über 40.000 Ausbildungsplätzen ist der Einzelhandel nach Industrie und Handwerk der drittgrößte Wirtschaftszweig in Bayern.

Quelle: FDP Aschaffenburg-Stadt