Gaswolke in Mainaschaff: Untersuchung abgeschlossen

MAINASCHAFF. Eine riesige orangefarbene Gaswolke über Mainaschaff, hunderte Einsatzkräfte und Warnmeldungen aufs Handy - diese Bilder haben vor rund einem Jahr für Aufsehen gesorgt. Jetzt hat das Landratsamt Aschaffenburg den Abschlussbericht zum Chemieunfall veröffentlicht.
Was damals in dem Mainaschaffer Industriebetrieb genau schiefging, bleibt ein Rätsel. Eigentlich sollte ein riesiges Metallteil in einem Säurebad von seiner Nickelschicht befreit werden. Doch statt des normalen Arbeitsablaufs kam es zu einer heftigen chemischen Reaktion. Eine orangefarbene Gaswolke stieg auf, Hunderte Einsatzkräfte rückten an und die Menschen in der Umgebung wurden gewarnt. Jetzt, ein Jahr später, steht fest: Die genaue Ursache lässt sich nicht mehr klären. Möglicherweise war die Säure zu heiß oder verunreinigt – eindeutige Hinweise darauf fehlen aber. Auch ein Verschulden des Unternehmens konnte nicht festgestellt werden. Trotzdem muss die Firma jetzt zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen umsetzen.
