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Gelnhäuser Magistrat gibt Starkregen-Gefahrenkarte in Auftrag

18.03.2022, 13:01 Uhr in Lokales
180322 Starkregen Gefahrenkarte Gelnhausen

GELNHAUSEN. In Folge des Klimawandels muss auch in der Region mit zunehmenden Starkregenereignissen gerechnet werden. Aber welche Straßen, Plätze, kritischen Bereiche, Hänge und landwirtschaftlichen Flächen sind in und um Gelnhausen bei Starkregen besonders gefährdet und wie können Überflutungen abgemildert oder letztlich verhindert werden? „Starkregen kann jede Region treffen und Hochwasserabfluss kann auch an kleinen Gewässern verheerende Auswirkungen haben. Die Flutkatastrophe 2021 hat uns einmal mehr für Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung und Infrastruktur sensibilisiert“, so Gelnhausens Bürgermeister Daniel Chr. Glöckner. Der Magistrat hat nun ein Ingenieurbüro mit der Erstellung einer Starkregen-Gefahrenkarte beauftragt.

Die Fachleute werden die Grundlagenermittlung vorantreiben und Flächen in allen Stadtteilen hinsichtlich potenzieller Gefahrenstellen bei Starkregen untersuchen. In diese Untersuchung werden beispielsweise Gräben, Hohlwege und die gesamte Topographie einbezogen. In einem weiteren Schritt sollen in die Grundlagenermittlung unter anderem auch Erkenntnisse früherer Schadensfälle einfließen, was für die Interpretation von Überflutungsflächen von großer Bedeutung sein kann, und Berechnungsmodelle erstellt werden. „Die Starkregen-Gefahrenkarte schafft Transparenz – für uns als Kommune und für Hausbesitzer. Aus der Gefahrenkarte wollen wir konkrete Handlungsaufträge ableiten, um beispielsweise gezielt Durchlässe, Grabenquerschnitte und Senken größer zu dimensionieren und weitere Versickerungsflächen und Retentionsräume zu schaffen“, umreißt der Bürgermeister Sinn und Zweck des Projektes. Zudem sollen Hausbesitzer:innen die Gefahren von extremen Wettereignissen für ihr Grundstück mithilfe der Karte besser abschätzen und gegebenenfalls mit entsprechenden Maßnahmen gegensteuern können. „Starkregen ist ein dynamisches Geschehen, das wir nicht verhindern und nur schwer genauer vorhersagen können. Deshalb ist es so wichtig, dass besonders gefährdete Bereiche und mögliche Schwachstellen in der Infrastruktur konkret benannt und – wenn möglich - entsprechende Präventivmaßnahmen eingeleitet werden. Dabei werden wir auch an Warnsystemen arbeiten. Wir wollen unsere Gelnhäuser:innen im wahrsten Wortsinne nicht im Regen stehen lassen“, verspricht Glöckner.

Quelle: Barbarossastadt Gelnhausen