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Großkrotzenburg: Vizebürgermeister Noll unter Beschuss

Topnews
20.08.2026, 07:09 Uhr in Main-Kinzig-Kreis
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GROSSKROTZENBURG. Ein Streit um die Bedeutungs-Umwandlung von Wörtern sorgt in Großkrotzenburg für Empörung. Aktivisten sprechen nämlich von Nazi-Parolen. Betroffen ist der FDP-Politiker Alexander Noll, der Vizebürgermeister von Großkrotzenburg. Er hatte in einer Auseinandersetzung auf Social Media über Elektroautos und die Umdeutung von Begriffen den Spruch „Arbeit macht frei“ verwendet. Im 19. Jahrhundert stand der Spruch unter anderem für die finanzielle Freiheit, die durch Arbeit erlangt werden kann. In der Zeit des Nationalsozialismus stand dies aber oft über den Eingängen von Konzentrationslagern (Foto). Die FDP im Main-Kinzig-Kreis distanzierte sich von Nolls Äußerungen. Auch auf der in zwei Wochen beginnenden Krotzeborjer Kerb darf Noll als Vizebürgermeister nicht den Bieranstich übernehmen. Der Kerbverein hat ihn am Abend ausgeladen. Großkrotzenburgs erste Bürgermeisterin Theresa Neumann geht in Kürze in Mutterschutz und steht deshalb nicht zur Verfügung.