Hanaus OB Kaminsky soll Ehrenbürger werden

HANAU. In Hanau geht eine Ära langsam zu Ende. Nach 23 Jahren gibt Oberbürgermeister Claus Kaminsky im Herbst sein Amt ab. Jetzt soll er zum Ehrenbürger der Stadt ernannt werden.
SPD, CDU, Grüne, Linke und die Gerechtigkeitspartei haben jetzt zusammen mit mehreren Stadtverordneten einen Antrag dafür gestellt. Es wäre die höchste Auszeichnung, die Hanau vergeben kann. Und bei Claus Kaminsky geht es dabei um ein ganzes politisches Lebenswerk. Seit 1995 ist er im Magistrat der Stadt – erst als Bürgermeister und Kämmerer, seit 2003 als direkt gewählter Oberbürgermeister. In dieser Zeit hat sich Hanau deutlich verändert: die Innenstadt wurde neu aufgestellt, ehemalige Militärflächen wurden entwickelt, Hanau hat sein Profil als Brüder-Grimm-Stadt gestärkt und ist seit diesem Jahr wieder kreisfrei. Besonders prägend war auch Kaminskys Rolle nach dem rassistischen Anschlag vom 19. Februar 2020. Damals stand er für Zusammenhalt und klare Haltung gegen Hass. Im Oktober scheidet Kaminsky aus dem Amt. Die mögliche Ehrenbürgerschaft wäre damit so etwas wie das große Dankeschön zum Abschied.




