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Hass-Angriff auf unsere Tiere?

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11.04.2021, 06:24 Uhr in Lokales
K KW14 Hund1
Angelika Merkel mit Hund Sanu.

  • Schon wieder Giftködergefahr in Aschaffenburg
  • Besitzerin: „Ich habe Angst, dass mein Hund etwas findet und aufnimmt!“

ASCHAFFENBURG (jm). Eine kleine Runde mit dem Hund drehen - Für die meisten Hundebesitzer bedeutet das Entspannung pur. Angelika Merkel aus Aschaffenburg hat bei einem solchen Spaziergang hingegegen eine echte Tortur mitmachen müssen. Sie hatte mit ihrem Hund Sanu eine unheimliche Begegnung - und muss seitdem um das Wohl ihres Vierbeiners fürchten!

Es geschah in der Nacht von Donnerstag auf Freitag vor einer Woche. Wie immer um diese Zeit ging Angelika Merkel hier mit ihrem Australian Shapard Sanu spazieren. „Ich ließ ihn freilaufen, da ich nach einem Kniebruch nicht so zügig laufen kann“, erklärt die Aschaffenburgerin. Auf der Reigersbergerstraße, in Richtung der Wilhelm Högner-Anlage, trifft der Australian Shephard dann auf eine dunkel gekleidete Person mit einer weiblichen Stimme und blonden oder grauen Haaren. „Er zeigte mir, dass er in Alarmbereitschaft ist, aber sein Verhalten war nicht aggressiv“, berichtet Angelika Merkel. Kurz darauf verschwindet die Person laut fluchend, nachdem sie wohl nicht damit zufrieden war, dass Sanu frei lief. So weit, so gut. Aber: Als Angelika Merkel wenig später in Richtung Mattstraße lief, gibt es eine weitere Begegnung mit dieser Frau. Denn: Aus einem vorbeifahrenden Auto rief ihr eben jene Stimme zu: „Für solche wie dich habe ich Giftköder ausgesetzt.“

Nicht die ersten Anfeindungen

Kein Wunder, dass Angelika Merkel es jetzt mit der Angst zu tun bekommt und so auch andere Leute vor den Tier-Hassern schützen will. Denn: Es war nicht die erste Begegnung der Aschaffenburgerin. „Mir sind auf meinen Spaziergängen schon viele Menschen begegnet, die derart fiese Äußerungen zum Besten gaben“, äußert die Hundeliebhaberin gegenüber PrimaSonntag. Zuhause angekommen notiert sie sich sofort das Kennzeichen des Wagens und schreibt einen Warnhinweis auf Facebook. Ähnliche Fälle sind keine Seltenheit. So wurden erst letztes Jahr im August mehrere Giftköder in Hösbach-Winzenhohl gefunden. Ebenso in Wörth fanden Passanten die todbringenden Köder. Haben wir also ein allgemeines Problem mit Hundehassern in und um Aschaffenburg?

„Man muss immer aufpassen“

Angelika Merkel´s Hund ist zum Glück wohl auf. Angst besteht aber weiterhin. „In der Gegend bin ich im Moment natürlich besonders vorsichtig. Aber grundsätzlich ist diese Angst überall“, schildert Merkel sie im Gespräch „Egal wann und wo, sollten alle die Augen offen halten. Auch wenn man mit dem Kind unterwegs ist.“